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Exomars: Esa stoppt Mars-Kooperationsprojekt mit Russland

Wegen des Kriegs in der Ukraine hat die Esa das gemeinsame Mars-Projekt mit Roskosmos gestoppt.
/ Werner Pluta und dpa
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Rover der Exomars-Mission: einstimmiger Ratsbeschluss (Bild: Esa/ATG medialab)
Rover der Exomars-Mission: einstimmiger Ratsbeschluss Bild: Esa/ATG medialab

Kein gemeinsamer Flug zum Mars: Die europäische Raumfahrtagentur European Space Agency (Esa) hat das europäisch-russische Weltraumprojekt Exomars wegen des Ukrainekriegs ausgesetzt. Der Esa-Rat sei einstimmig zu dem Schluss gekommen, dass es derzeit unmöglich ist, das Projekt gemeinsam mit Russland durchzuführen.

Entsprechend sei Esa-Generaldirektor Josef Aschbacher beauftragt worden, die Kooperationsaktivitäten auszusetzen. Bei der Mission Exomars geht es um die Suche nach Spuren von Leben auf dem Mars. Dazu wollen die Partner eine Rover auf den Planeten bringen.

Russlands Raumfahrtbehörde Roskosmos kritisierte die Entscheidung. Ein Sprecher sagte laut der Nachrichtenagentur Interfax: "Es ist sehr bedauerlich, dass die Kollegen von der Esa ihre antirussische Haltung über die allgemeinmenschlichen Ziele der Erforschung des Universums stellen." Roskosmos-Chef Dmitri Rogosin kündigte eine eigene russische Forschungsmission zum Mars an.

Roskomos verlässt Kourou

Als Reaktion auf EU-Sanktionen hatte die russische Raumfahrtbehörde bereits die Zusammenarbeit bei Weltraumstarts in Kourou in Französisch-Guayana ausgesetzt. Alle für Sojus-Starts vorgesehenen Missionen wurden deshalb auf Eis gelegt. Nach alternativen Startmöglichkeiten für diese Missionen werde nun gesucht, teilte die Esa mit(öffnet im neuen Fenster).

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Das Programm für die Internationale Raumstation (International Space Station, ISS) werde nominell weiter betrieben, erklärte die Esa. Das Hauptziel bestehe darin, den sicheren Betrieb der ISS fortzusetzen, einschließlich der Aufrechterhaltung der Sicherheit der Besatzung. An der ISS sind Russland, die USA, Japan, Kanada und Mitgliedstaaten der Esa beteiligt. Russland kümmert sich auch um den Unterhalt der Raumstation. Derzeit ist der deutsche Esa-Astronaut Matthias Maurer gemeinsam mit russischen und US-amerikanischen Kollegen auf der ISS.

Über die weiteren Auswirkungen des Ukrainekriegs auf ihre Aktivitäten will die Esa in den kommenden Wochen beraten, um den Mitgliedstaaten spezifische Vorschläge zur Entscheidung vorzulegen.

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