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Der Planet von Proxima Centauri, künstlerische Darstellung
Der Planet von Proxima Centauri, künstlerische Darstellung (Bild: Screenshot (Frank Wunderlich-Pfeiffer))

Er kann keine zweite Erde sein

Selbst wenn die Masse und die Bahn des Planeten genau bekannt wären, wüssten wir noch nicht viel über den Planeten um Proxima Centauri. Ohne direkte Beobachtungen kann nichts über die Dichte des Planeten, seine Atmosphäre oder mögliche Monde gesagt werden. Eine Raumsonde wird den Planeten so schnell auch nicht erreichen können.

Obwohl Proxima Centauri unser nächster Nachbar ist, liegt er dennoch in einer Entfernung von über vier Lichtjahren oder etwa 260.000 astronomischen Einheiten. Eine solche Einheit bezeichnet die Entfernung zwischen Erde und Sonne. Schon der Bau eines Raumschiffs, das Proxima Centauri in 4000 Jahren erreichen kann, würde die Grenzen der derzeitigen technischen Möglichkeiten ausreizen - auch wenn ein russischer Milliardär dazu etwas anderes sagt.

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So kann über die Bedingungen auf dem Planeten nur spekuliert werden. Das Licht von Proxima Centauri strahlt auf den Planeten eine Wärmeleistung von etwa 900 Watt pro Quadratmeter, etwa zwei Drittel der Sonnenstrahlung in Erdnähe. Er könnte also etwas kühler als die Erde sein. Aber daraus allein lassen sich noch keine allgemeingültigen Aussagen zu den Bedingungen auf dem Planeten treffen, wie jeder erfährt, der sich mit einer Planetologin wie Ludmilla Carone zu dem Thema unterhält.

Von Gluthölle bis kühlem Plätzchen ist alles drin

Ohne Erkenntnisse über die Dichte und Zusammensetzung der Atmosphäre kann nichts über Temperaturen und andere Bedingungen auf dem Planeten gesagt werden. Schon unser Sonnensystem bietet Beispiele von der extrem dünnen Marsatmosphäre bis zu den hohen Drücken auf der Venus. Sollte der Planet deutlich schwerer als die Erde sein, ähnelt er möglicherweise sogar mehr einem kleinen Gasriesen als einer großen Erde, mit noch viel höheren Drücken als auf der Oberfläche der Venus.

Die Atmosphäre hat einen entscheidenden Einfluss auf chemische Vorgänge und den Treibhauseffekt. Noch dazu wird das rote Sonnenlicht weit weniger stark gestreut und von anderen Gasen absorbiert als das Licht von unserer Sonne. Damit verändern sich alle Parameter der Klimamodelle, die derzeit aber fast nur für die Erde und sonnenähnliche Sterne erstellt werden. Aber auch in der Biologie und Chemie spielt das Licht des Sterns eine wichtige Rolle. Für einige chemische Reaktionen sind energiereiche Photonen von blauem und ultraviolettem Licht unbedingt nötig, von denen gibt die rote Sonne Proxima Centauri aber viel weniger ab.

Dazu kommt noch ein Problem. Es wird erwartet, dass ein Planet in so großer Nähe zu seinem Stern an dessen Rotation gebunden ist. Es zeigt also immer die gleiche Seite des Planeten zum Stern. Die eine Seite des Planeten wäre heiß und die andere kalt. Eine ausreichend dichte Atmosphäre könnte aber in der Lage sein, die Wärme teilweise auszugleichen und so auf einem Teil des Planeten annehmbare Bedingungen zu erzeugen. Aber es gibt auch Rechnungen, nach denen eine sehr dichte Atmosphäre allein ausreichen kann, um die feste Bindung der Rotation durch Gezeitenkräfte zu verhindern.

Eine zweite Erde kann der Planet auf keinen Fall sein. Aber ein interessanter Planet ist er allemal, den es sich zu studieren lohnt, sobald bessere Messmethoden verfügbar sind.

 Exo-Planet: Der Planet von Proxima Centauri

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SelfEsteem 26. Aug 2016

Na dann erklaere uns mal bitte die Intention des Erstellers - ich scheine sie auch nicht...

Ach 26. Aug 2016

Die 11 Tage vereinfachen eine Messung natürlich erheblich. Ich war mir da nicht sicher...

Trollversteher 26. Aug 2016

Pfff... Also auch wenn Anfangs oft "Lindenstrasse im Weltall" angesagt war - die...

ronlol 26. Aug 2016

Hier gibt es einen Artikel dazu: http://www.redorbit.com/news/space/1113356323/most-stars...



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