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Exklusiver Nahbereich: Warum Node-Level-Vectoring nicht eingesetzt wird

Technisch kann nur ein Netzbetreiber im Nahbereich um die Hauptverteiler Vectoring einsetzen. Doch das müsste nicht so sein, denn es gibt Node-Level-Vectoring: Von der Bundesnetzagentur nicht gewollt, von Betreibern nicht standardisiert und wegen der hohen Kosten nicht gekauft.

Artikel veröffentlicht am ,
Huawei MA5600T für Node-Level-Vectoring
Huawei MA5600T für Node-Level-Vectoring (Bild: Huawei)

Node-Level-Vectoring ist in Italien erfolgreich getestet worden. Der Senior Technology Expert beim Ausrüster Huawei, Michael Lemke, sagte im Gespräch mit Golem.de: "Node-Level-Vectoring wurde von den betroffenen Betreibern Fastweb und Telecom Italia ausprobiert. Es gab Mitte dieses Jahres einen Field Trial in Demo-Qualität." In Italien hatte laut deutschen Netzbetreibern die Regulierungsbehörde Agcom diese Form des Vectoring gefordert.

Inhalt:
  1. Exklusiver Nahbereich: Warum Node-Level-Vectoring nicht eingesetzt wird
  2. Ausrüster machen trotz Absage weiter

Technisch kann bisher nur ein Betreiber im Nahbereich um die Hauptverteiler die Vectoring-Technik einsetzen, andere können dann keine Anschlüsse im betroffenen Nahbereich mehr schalten. Durch Node-Level-Vectoring wäre Entbündeln möglich. Beim Vectoring im Nahbereich müsste nicht mehr exklusiv nur ein Anbieter ausbauen, in Deutschland ist das größtenteils die Deutsche Telekom.

Über den kommerziellen Einsatz von Node-Level-Vectoring könne - wenn überhaupt - erst im Jahr 2018 entschieden werden, betonte Lemke. Dies hänge davon ab, ob Huawei ein Auftrag erteilt werde. Zwischen Technologieverfügbarkeit und kommerziellem Einsatz stehe immer noch die Investmententscheidung der Beteiligten. Lemke sagte: "Node-Level-Vectoring ist nicht im Einsatz. Es ist im Technologie-Demonstrationsmodus."

Bundesnetzagentur moderiert Node-Level-Vectoring sehr schnell ab

Die Bundesnetzagentur erklärte dagegen bereits im Juni 2016 (PDF), dass das Node-Level-Vectoring keine Alternative zu der exklusiven Nutzung der Vectoring-Technik darstelle. "Die Nutzung eines proprietären Node-Level-Vectoring ist zwar technisch möglich, jedoch kann es ausschließlich dazu dienen, die Kapazität an einem Standort eines Betreibers zu erweitern. Die Lösung unterstützt weder mehrere Betreiber noch Geräte unterschiedlicher Hersteller", stellte die Behörde fest. Ein gemeinsames Vectoring durch zwei Netzbetreiber, die das gleiche Kabelbündel bedienen, sei auch so nicht möglich. Dafür müssten die unterschiedlichen Vectoring-Verfahren und Algorithmen der verschiedenen Gerätehersteller vereinheitlicht werden. Zudem müssten die Betreiber laut Bundesnetzagentur die Wartung komplett abstimmen wie bei einem Bitstrom auf unterster Ebene.

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Der Solution Expert für Fixed Network bei Huawei Technologies Deutschland, Jürgen Pechmann, sagte Golem.de: "Alle müssen beim Node-Level-Vectoring die gleiche Softwareversion einsetzen. Das heißt, auch wenn zwei Betreiber die gleichen Geräte haben, müssten sie auf die gleiche Softwareversion gehen."

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Ausrüster machen trotz Absage weiter 
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M.P. 18. Jul 2017

Es könnten sich durchaus Vorteile in der Praxis ergeben, z. B. bei komplex...

LinuxMcBook 17. Jul 2017

Wenn nicht, dann ist es eh müßig, darüber zu diskutieren. Ich hoffe, dass kein Anbieter...

Riff Raff 17. Jul 2017

Beide Lösungen sind nicht ideal aber in diesem Falle muss ich sagen, richtig so. Ich bin...

RipClaw 17. Jul 2017

Beim Node Level Vectoring werden mehrere DSLAMs zusammengeschaltet. Das Problem ist das...


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