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Exklusive Daten: Autobahn-App zeigt Verkehrshinweise und 1.000 Webcams

Die Autobahn-App ist kein eigener Navigationsdienst, soll Autofahrern aber exklusive Daten über den Verkehr liefern.
/ Friedhelm Greis
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Die vernetzte Webcam zeigt die nach den Hochwasserschäden gesperrte Autobahn 61 bei Meckenheim. (Bild: Friedhelm Greis/Golem.de)
Die vernetzte Webcam zeigt die nach den Hochwasserschäden gesperrte Autobahn 61 bei Meckenheim. Bild: Friedhelm Greis/Golem.de

Die bundeseigene Autobahngesellschaft informiert Autofahrer mit einer eigenen App über das Verkehrsgeschehen und die Infrastruktur an deutschen Autobahnen. Seit 20. Juli 2021 steht die App in Apples App Store(öffnet im neuen Fenster) und in Googles Playstore(öffnet im neuen Fenster) zum Herunterladen bereit. "Wichtige Zusatzinformationen zur aktuellen Verkehrslage, zu Baustellen oder Straßensperrungen sorgen für eine stressfreie und schnellere Reise" , schreibt die Autobahn GmbH.

Über die App lassen sich Routen eingeben und damit Hinweise zu Baustellen, gesperrten Ausfahrten und Fahrspuren sowie voraussichtlichen Verzögerungen der Fahrtdauer durch Staus anzeigen. Darüber hinaus gibt es separate Dienste zu Verkehrsmeldungen, Sperrungen, Baustellen, Webcams, Park- und Rastmöglichkeiten sowie Ladestationen für Elektroautos.

Nicht angegeben werden hingegen die an Autobahnen gelegenen Autohöfe, die von Ladenetzbetreibern häufig für die Installation von Schnellladern genutzt werden. Die App soll laut Autobahn GmbH auch "exklusive Daten" anzeigen.

Keine Alternative zu Kartendiensten

Die jeweiligen Dienste sind nach Autobahnennummern sortiert. Innerhalb der einzelnen Autobahnen erfolgt die Sortierung von Hinweisen jedoch mehr oder weniger wahllos und nicht nach Streckenkilometern. Daher ist es bei langen Autobahnen kaum möglich, die für den genutzten Abschnitt relevanten Angaben schnell zu finden. Besser funktioniert die Sortierung, wenn diese Hinweise direkt unter der ausgewählten Route angezeigt werden.

Die App soll keine Alternative zu Navigationsdiensten wie Google Maps oder Here darstellen, deren Angebote aber ergänzen. So können sich Autofahrer über den Zugriff auf mehr als 1.000 Webcams selbst einen Blick auf das aktuelle Verkehrsgeschehen verschaffen. Eine Stichprobe von Golem.de zeigte, dass längst nicht alle der vernetzten Kameras tatsächlich ein Bild lieferten. Die Standorte von Webcams oder Ladestationen lassen sich zudem im jeweiligen Navigationsdienst anzeigen.

Zum Jahreswechsel hat die 2018 gegründete Autobahn GmbH des Bundes die Verwaltung der Autobahnen übernommen. Anfang des Jahres gab es offenbar Probleme mit den IT-Systemen der neuen Gesellschaft .


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