Exklusivdeals: Epic Games hätte gerne Nintendo-Spiele im Store
Seit Jahren investiert Epic Games für seinen Store viele Millionen US-Dollar in Exklusivspiele – gemeint sind hier PC-Titel, die es nicht beim wichtigsten Konkurrenten Steam gibt.
Nun ist ein Auszug aus einem Dokument(öffnet im neuen Fenster) im Netz aufgetaucht, dem zufolge Epic Games auch entsprechende Angebot an die Konsolenhersteller Sony, Microsoft und Nintendo gemacht hat – oder zumindest machen wollte.
Die Offerte an Nintendo sei bislang nicht abgeschickt worden, weil es sich lediglich um einen "Moonshot" handeln würde. Im Deutschen würde man das wohl "Schuss ins Blaue" nennen – also einen Versuch, bei dem man wenig bis nichts verlieren könne, aber ja vielleicht doch etwas geht.
Epic Games merkt selbst an, dass die "Unternehmenshistorie" dagegen spreche, dass Nintendo seine Spiele dafür freigibt. Technisch wäre das kein großes Problem, aber bislang tut sich der japanische Konzern mit anderen Plattformen eher schwer.
Sony habe ein Angebot über 200 Millionen US-Dollar erhalten, gesprochen werde über vier bis sechs PC-Umsetzungen von Playstation-Spielen. Vermutlich gilt die genannte Summe für alle Titel zusammen, ganz klar ist das aber nicht. Die Antwort von Sony stehe momentan noch aus, heißt es in dem Dokument.
Sony hat zuletzt von seinem Playstation-Actionspiel Horizon Zero Dawn eine Umsetzung über Steam und den Epic Games Store veröffentlicht. Am 18. Mai 2021 folgt Days Gone, ebenfalls in beiden Shops gleichzeitig.
Viel Geld in der Spielebranche
Ein Angebot über 200 Millionen US-Dollar erscheint durchaus realistisch. Die Größenordnung ist es jedenfalls: Für die einjährige PC-Exklusivität von Borderlands 3 hatte Epic Games rund 150 Millionen US-Dollar bezahlt.

Die Verhandlungen zwischen Epic Games und Microsoft laufen dem Dokument zufolge noch. Der für Xbox Game Pass für PC verantwortliche Manager ist jedoch dagegen – kein Wunder, dann hätte das Spieleabo weniger Inhalte. Überhaupt scheint es bei Microsoft die Einstellung zu geben, dass Epic Games und sein Store eher Konkurrenz sind.
Außerdem würden sich Phil Spencer – Chef der Spielesparte bei Microsoft – und Valve-Chef Gabe Newell immer wieder mal treffen, was ebenfalls als Nachteil von Epic Games gesehen werde. Newell hat früher lange bei Microsoft gearbeitet.
Das Angebot zeigt übrigens auch, dass die Konsolenhersteller mit ihren Aufkäufen von Studios inzwischen eine starke Stellung im Markt für neue Games erreicht haben. Es gibt immer weniger unabhängige Publisher und Entwickler, die hochkarätige Spiele für den Massenmarkt produzieren.
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