Exit VR mit Huxley 2: Wir fliehen gerne aus der Virtual Reality

In Berlin gibt es mit Huxley 2 bereits den zweiten Teil eines Exit-Games in der virtuellen Realität. Wir haben uns ein HTC Vive Pro übergestülpt, um gemeinsam zu rätseln, zu kämpfen und eine Träne wegzudrücken.

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Nein, das ist nicht unser Freund Huxley.
Nein, das ist nicht unser Freund Huxley. (Bild: Exit VR)

Sogenannte Escape Room Games gibt es seit vielen Jahren - ziemlich neu hingegen ist das gleiche Prinzip in einer virtuellen Umgebung: Statt durch Hinweise und gelöster Rätsel aus einem physischen Raum zu entkommen, versetzt uns Exit VR in die Virtual Reality. Das deutsche Unternehmen ist ein Joint Venture aus der Agentur Peng Communications und dem Berliner Spielestudio Trotzkind, das Huxley 1 und Huxley 2 entwickelt hat.

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Wir hatten im Mai 2017 bereits das erste Huxley privat als Gruppe gespielt, nun folgte Anfang April 2019 unser Besuch für Huxley 2: Beide Titel sind einzeln bestreitbar, als Team oder eben zwei Gruppen parallel gegeneinander. Die Interaktion findet dabei primär zwischen den Spielern eines Teams statt, denn die befinden sich im gleichen physischen und auch virtuellen Raum. Natürlich sind High-Fives möglich, vor allem aber können wir uns so Gegenstände reichen oder Richtungen vorgeben. Die Welt fühlt sich echt an, das Gefühl der Präsenz ist gelungen.

Exit VR verwendete in Berlin anfangs noch ein HTC Vive samt Schenker-XMG-Rucksäcken mit einer Geforce GTX 1070. Mittlerweile sind mehrere Stationen schon mit dem höher auflösenden HTC Vive Pro samt Wireless-Adapter ausgerüstet, im Rechner stecken Geforce RTX 2080. Weil wir direkt in der Startwoche dort waren, experimentierte das Studio noch mit der Render-Auflösung, sporadische Ruckler dürften also mit kommenden Optimierungen behoben werden. Für das Tracking setzt Exit VR auf die Lighthouse-Boxen v2.0, weshalb die Positionserfassung sehr präzise ausfällt und Aussetzer höchst selten sind. Motion Sickness trat bei uns in keinerlei Hinsicht auf.

Für Huxley 2 erfolgte der Wechsel von der Unity auf die Unreal Engine 4, damit die grafische Qualität besser ausfällt: Der zweite Teil ist deutlich beeindruckender, der Fokus lag auf weitläufigeren Außenarealen, mehr (Partikel-)Effekten und volumetrischen Lichtern. Uns kam Huxley 1 subjektiv rätsellastiger vor, tatsächlich aber enthält Huxley 2 mehr cineastische Sequenzen und weckt im Spielverlauf mehr Emotionen. Wer den Vorgänger kennt, entdeckt zudem einige Anspielungen und zumindest wir waren von der letzten Szene ziemlich ergriffen - toll!

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Ohne zu viel zum eigentlichen Gameplay und der Story zu verraten, sei gesagt, dass beide Huxley-Teile in einem futuristischen Steampunk-Universum angesiedelt sind. Spieler erwarten humorige Roboter, ein eigenes Luftschiff, verrückte Professoren, fleischfressende Pflanzen, haushohe Monster und natürlich gibt es eine Art von Charakter-Editor.

Wer bisher keine Erfahrung mit Virtual Reality hatte, sollte Exit VR definitiv eine Chance geben, und auch altgediente VR'ler haben ihren Spaß. In Deutschland gibt es acht Standorte von Exit VR, in Österreich zwei und in der Schweiz einen. Huxley wird auf Deutsch und Englisch angeboten, gespielt wird eine Dreiviertelstunde. Der Preis pro Kopf liegt je nach Teilnehmeranzahl bei rund 26 Euro bis knapp 38 Euro.

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