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Exit Scam: Mehrere preiswerte Webhoster schließen gleichzeitig

Einige Anbieter von VPS (Virtual Private Server) und anderen Webhosting-Angeboten haben abrupt ihr Angebot geschlossen. Nutzer hatten nur zwei Tage für eine Datensicherung . Verdächtig: Die Benachrichtigung ist bei allen Hostern identisch - Nutzer fürchten einen Exit Scam.
/ Oliver Nickel
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Macht sich der Anbieter mit den Einnahmen davon? (Bild: Pixabay.com)
Macht sich der Anbieter mit den Einnahmen davon? Bild: Pixabay.com / CC0 1.0

Einige kleinere Webhoster für Virtual Private Server (VPS) haben plötzlich bekannt gegeben, dass sie ihr Geschäft einstellen und alle gehosteten Server offline nehmen werden. Das berichtet das IT-Magazin Zdnet(öffnet im neuen Fenster) . Demnach hatten Nutzer zwei Tage Zeit, ihre Daten von den gemieteten Servern zu sichern, bevor diese zwei Tage später komplett abgeschaltet wurden. Angegeben wurde der 9. Dezember 2019 als Stichtag.

Zu den betroffenen Domains gehören ArkaHosting, Bigfoot Servers, DCNHost, HostBRZ, HostedSimply, Hosting73, KudoHosting, LQHosting, MegaZoneHosting, n3Servers, ServerStrong, SnowVPS, SparkVPS, StrongHosting, SuperbVPS, SupremeVPS, TCNHosting, UmaxHosting, WelcomeHosting und X4Servers.

Die betroffenen Nutzer gehen davon aus, dass sich hinter allen genannten Diensten der gleiche Betreiber verbirgt. Ein Indiz: Sie haben allesamt die gleiche E-Mail-Vorlage mit gleicher Formatierung und identischer Captcha-Abfrage erhalten. Nutzer fürchten, dass der Betreiber sie betrogen hat und mit den Einnahmen verschwindet, die am Black Friday und Cyber Monday generiert wurden.

Nutzer befürchten Exit Scam

Dass es sich um einen Exit Scam handeln könnte, bestätigen weitere Indizien: Der Betreiber hat keine physikalische Adresse und auch keine richtigen Geschäftsinformationen veröffentlicht. Das deutet auf Betrug hin. Ein anonymer Experte berichtet Zdnet, dass diese Methode auch Deadpooling genannt werde: Dabei werde eine Webhosting-Firma gegründet, die sehr preiswert VPS-Dienste anbiete und nach ein paar Monaten ohne Rückerstattungen den Dienst wieder einstelle. "Das passiert allerdings in dieser Größenordnung nicht sehr oft" , sagte der Experte zu Zdnet.

Einige der genannten Hoster verkaufen ihren Dienst nicht mehr. Auf der Webseite von X4servers(öffnet im neuen Fenster) werden beispielsweise keine neuen Produkte mehr verkauft. Stattdessen gibt es eine Out-of-Stock-Meldung. Ein Kontakt ist nur per Formular möglich, eine geschäftliche E-Mail-Adresse wird nicht angezeigt. Dieses Formular ist zudem auf allen Seiten sehr ähnlich. Eine Geld-Zurück-Garantie(öffnet im neuen Fenster) ist bei den jeweiligen Providern außerhalb einer dreitägigen Testphase ausgeschlossen.


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