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Executive Order 13884: Adobe sperrt Creative Cloud für Kunden in Venezuela

Kein Photoshop oder Premiere Pro mehr: Adobe sperrt den Zugang seiner Kunden in Venezuela. US-Präsident Donald Trump hatte im August eine Executive Order erlassen, die die Zusammenarbeit zwischen US-Unternehmen und Kunden einschränkt. Das sollte aber eigentlich nicht so weit gehen.

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Venezuela hat keinen Zugriff auf Adobe-Produkte mehr.
Venezuela hat keinen Zugriff auf Adobe-Produkte mehr. (Bild: Adobe/Montage: Golem.de)

Adobe-Kunden im südamerikanischen Staat Venezuela können sich nicht mehr mit ihren Konten anmelden. Das Unternehmen hat sämtliche Zugänge für Kunden gesperrt. Der Grund: Die Executive Order 13884 des derzeitigen US-Präsidenten Donald Trump, die im August 2019 von ihm ausgerufen wurde.

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"Die US-Regierung hat die Executive Order 13884 ausgesprochen, deren Effekt es ist, fast alle Transaktionen und Dienste zwischen US-Unternehmen und Individuen in Venezuela zu verbieten", begründet Adobe seine Entscheidung. Als amerikanische Firma müsse man sich den Maßnahmen fügen. Das Unternehmen fügt hinzu, dass die Sperrungen ohne Ablauffrist vorgenommen würden. Es sei nicht sicher, wann oder ob Kunden überhaupt ihren Zugang zurückerhalten, da der präsidiale Erlass kein Auslaufdatum habe.

Bis zum 28. Oktober können Kunden im Land ihre gespeicherten Daten und Dokumente noch aus der Creative Cloud abrufen. Danach werden Daten unzugänglich gemacht und Programme wie Photoshop CC und Premiere Pro CC können nicht mehr legal genutzt werden, da die Lizenzabfrage an - durch den Hersteller gesperrte - Adobe-Konten gebunden ist. Das Geld für noch laufende Abokosten soll nicht zurückerstattet werden.

USA ist auf der Seite von Guaidó

Grund für den Präsidialerlass ist der andauernde Machtkampf zwischen dem derzeitigen Präsidenten Venezuelas, Nicolás Maduro, und seinem Gegenspieler Juan Guaidó, auf dessen Seite sich die US-Regierung offensichtlich stellt. Ziel ist es, Regierungsaktivitäten einzuschränken. Dass sich das auf private Unternehmen und Kunden ausweitet, war allerdings nicht so geplant. "Das ist kein Embargo. Es bestraft nicht die Geschäfte mit Venezuela allgemein", sagte der ehemalige US-Staatssprecher Richard Nephew der New York Times im August. Die Realität sieht wohl etwas anders aus.

Nachtrag vom 29. Oktober 2019, 9:22 Uhr

Nachdem sich Adobe mit der US-Regierung ausgetauscht hat, wird das Unternehmen für Kunden in Venezuela doch weiterhin seine Produkte anbieten können. "Nutzer können weiterhin die Creative Cloud und die Document Cloud und all ihre Inhalte verwenden - wie zuvor", schreibt das Unternehmen in einem Blog-Post.

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Yash 29. Okt 2019

Auch wenn vereinzelte Mediengestalter und Agenturen mit Alternativen arbeiten, ist Adobe...

Oliwa 17. Okt 2019

Dass Donald Trump nun bestimmt, ob mein Adobe-Programm heute noch verwendet werden kann...

narfomat 10. Okt 2019

ähhhh... läuft bei dir! ^^

sambache 10. Okt 2019

Die USA ist dabei egal. Adobe muss sich dafür interessieren, wenn sie Software in der EU...

Yash 10. Okt 2019

Welche Konkurrenz? Sicherlich ist die Trumpregierung in der Verantwortung für den Erlass...


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