Ex-Yahoo-Chef Scott Thompson: 8 Millionen US-Dollar in vier Monaten verdient

Wegen seiner falschen Angaben zu seinem Bachelor-Titel in Informatik bekommt Scott Thompson kein Abfindungspaket. Er darf aber sein Willkommenspaket und die Aktienoptionen von Yahoo behalten.

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Scott Thompson im Januar 2012
Scott Thompson im Januar 2012 (Bild: Yodel Anecdotal/Yahoo-Blog)

Scott Thompson, der am 12. Mai 2012 als Yahoo-Konzernchef zurückgetreten ist, hat in rund vier Monaten bei dem Unternehmen 8 Millionen US-Dollar verdient. Das berichtet das US-Magazin Cnet unter Berufung auf Pflichtmitteilungen von Yahoo an die US-Börsenaufsicht SEC.

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Eine Abfindung bekommt Thompson wegen seines selbstverschuldeten Ausscheidens nicht. Er erhält jedoch ein Aktienpaket im Wert von 6,5 Millionen US-Dollar. Bei seinem Übergang von Paypal zu Yahoo bekam der Manager zudem einen Bonus von 1,5 Millionen US-Dollar von seinem neuen Arbeitgeber. Nach Berechnungen des Blogs des Wall Street Journals All Things Digital sind die Option und der Bonus zusammen nur 7 Millionen US-Dollar wert.

2.000 Entlassungen durch Scott Thompson

Am 4. April 2012 kündigte Yahoo-Chef Thompson die Streichung von rund 2.000 Arbeitsplätzen im Unternehmen an. Yahoo kündigte damit 14 Prozent seiner 14.000 Beschäftigten.

Thompson hatte angegeben, dass er am Stonehill College einen Bachelor-Titel in Informatik erworben habe, was nicht der Wahrheit entsprach. Der Großaktionär Third Point hatte die falschen Angaben von Thompson durch eine einfache Google-Suche entdeckt.

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Der Anlageberater Third Point hat mit seinem Yahoo-Anteil bereits 122 Millionen US-Dollar verdient, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet. Bezahlt hat Third Point für die Aktien 971 Millionen US-Dollar.

Yahoo hatte bekanntgegeben, dass mehrere Third-Point-Vertreter Aufsichtsratsmitglieder werden. Am 16. Mai 2012 traten Third-Point-Chef Daniel Loeb, Harry J. Wilson und Michael J. Wolf dem Kontrollgremium bei.

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