Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Ex-Yahoo-Boss: Falscher Informatik-Bachelor Thompson hat neuen Chefposten

Nur gut zwei Monate nach seinem unrühmlichen Abgang bei Yahoo hat Scott Thompson einen neuen Job. Er wird Chef eines E-Commerce-Startups, an dem eBay einen großen Anteil hält.
/ Achim Sawall
13 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
In Erklärungsnot: Yahoo-Chef Scott Thompson (Bild: Yahoo)
In Erklärungsnot: Yahoo-Chef Scott Thompson Bild: Yahoo

Scott Thompson, der am 12. Mai 2012 als Yahoo-Konzernchef zurücktreten musste, hat einen neuen Chefposten bei dem E-Commerce-Startup Shoprunner. Das gab das Unternehmen am 23. Juli 2012 bekannt(öffnet im neuen Fenster) .

Shoprunner vernetzt einzelne Onlinehändler in einem virtuellen Einkaufszentrum. Die beteiligten Shops nutzen ein gemeinsames Zahlungsverfahren und ermöglichen Warenabholung in ihren Filialen.

Thompson hatte sich bereits in offiziellen Lebensläufen in seiner Zeit als Paypal-Chef bei eBay mit dem falschen Titel geschmückt. Yahoo sprach erst von einem " ungewollten Fehler" . Thompson hatte angegeben, dass er am Stonehill College einen Bachelor-Titel in Informatik erworben habe, was nicht der Wahrheit entsprach. Der Großaktionär Third Point hatte die falschen Angaben von Thompson durch eine einfache Google-Suche entdeckt . Thompson, der in seinen vier Monaten bei Yahoo 8 Millionen US-Dollar verdiente , hatte schon als Paypal-Chef einen Sitz im Aufsichtsrat von Shoprunner. Paypal-Eigner eBay hält 25 Prozent an Shoprunner.

Thompson soll sich von Schilddrüsenkrebs erholt haben

Mitte Mai 2012 war bei dem 54-Jährige Schilddrüsenkrebs diagnostiziert worden. Laut Information des Wall Street Journal aus informierten Kreisen hat er sich nach einer Behandlung aber in den vergangenen Wochen davon sehr gut erholt.

Eine Shoprunner-Sprecherin erklärte, dass Thompson nicht zur Presse über seinen neuen Job sprechen werde. In einer Erklärung des Unternehmens wird Thompson mit den Worten zitiert: "Mein Beitritt zu Shoprunner bedeutet eine riesige Chance wegen des starken Fundaments, das das Unternehmen bereits besitzt."


Relevante Themen