Ex-Tesla-Manager: Riesige Auto-Akkufabrik in Schweden geplant

Der ehemalige Tesla-Vizechef Peter Carlsson will eine Akkufabrik für Elektroautos in Schweden bauen. Das Unternehmen Northvolt benötigt aber noch viel Geld, um gegen koreanische, japanische und chinesische Anbieter bestehen zu können.

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Northvolt will Akkus in Schweden bauen
Northvolt will Akkus in Schweden bauen (Bild: Northvolt)

Gelingt der Elektromobilität der Durchbruch, benötigen die Autohersteller in großer Zahl Akkus. Bisher kontrollieren asiatische Unternehmen mit Sitz in Japan, Südkorea und zunehmend auch in China einen Großteil der weltweiten Produktion von Batteriezellen. Der Ex-Tesla-Manager Peter Carlsson plane nun eine Gigafactory in Schweden, berichtet die Financial Times.

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Carlssons Unternehmen Northvolt benötigt etwa vier Milliarden Euro für den Aufbau der Gigafactory. Das Geld soll von Investoren, der schwedischen Gründungsförderung Vinnova und weiteren Unterstützern kommen. "Wenn niemand etwas tut, wird Europa völlig von einer asiatischen Lieferkette abhängig sein. Europa hat die Möglichkeit, für seine eigene Energieunabhängigkeit zu sorgen. Jetzt oder nie", sagte Carlsson der Financial Times.

Die schwedische Produktion von Lithium-Ionen-Akkus soll den Plänen zufolge ab 2020 beginnen. Der vollständige Ausbau soll 2023 erreicht werden. Dann sollen jährlich Akkus mit insgesamt 32 Gigawattstunden gebaut werden. Das wäre in etwa das, was Tesla und Panasonic mit ihrer Gigafactory in den USA erreichen wollen. Teslas Fabrik befindet sich noch im Bau und soll künftig jährlich Akkus mit 35 Gigawattstunden bauen.

Die Fabrik soll saubere lokale Energiequellen wie Wasserkraft und Wind nutzen. Die Rohstoffe sollen teilweise aus der näheren Umgebung stammen und vor allem in Finnland gefördert werden. Dort gibt es unter anderem eine Lithium-Mine. Auch Kobalt und Nickel werden in Finnland abgebaut.

EU will Autobauer mit eigener Akkufabrik fördern

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Die Europäische Kommission hat Autoherstellern finanzielle Unterstützung für den Bau von Akkufabriken in Europa in Aussicht gestellt. EU-Kommissionsvizepräsident Maros Sefcovic sagte der Welt am Sonntag: "Europas Autoindustrie muss auf allen Feldern Weltspitze sein" - auch bei Niedrigemissions- und Nullemissionsautos. Die EU-Kommission könne sich eine Förderung von Batteriefabriken vorstellen. Dies könnte mit Hilfe eines Europäischen Fonds für strategische Investitionen erfolgen.

Matthias Wissmann, Präsident des Verbands der deutschen Automobilindustrie (VDA), hält eine Produktion in Deutschland für notwendig. Wenn ein technologischer Durchbruch bei der Entwicklung einer neuen Zellgeneration gelinge, "kommt auch eine Zellproduktion in Deutschland in Betracht".

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