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Ex-NSA-Chef: Überraschung der deutschen Politik über Snowden gespielt

Der frühere NSA-Chef hat sich im ZDF über die überraschten Reaktionen der deutschen Politik auf die Snowden-Enthüllungen lustig gemacht. Er vergleicht sie mit einer Szene aus dem Film Casablanca.
/ Achim Sawall
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Michael Hayden im Mai 2013 (Bild: Gary Cameron/Reuters)
Michael Hayden im Mai 2013 Bild: Gary Cameron/Reuters

Ex-NSA-Chef Michael Hayden spottet über die Überraschung deutscher Politiker nach den Enthüllungen durch Edward Snowden. Er sagte dem ZDF(öffnet im neuen Fenster): "Ich bin da mal sehr respektlos, okay? Das ist wie in dieser Filmszene aus 'Casablanca'(öffnet im neuen Fenster), in der Polizeichef Renault informiert wird, dass in Rick's Café Glücksspiel stattfindet. Sehen Sie, alle Staaten spionieren, alle modernen Staaten betreiben elektronische Spionage."

Nach den Terroranschlägen am 11. September 2001 sei er persönlich nach Europa gereist, habe sich dort mit den Geheimdienstchefs getroffen, und sei "sehr offen" gewesen. Das Treffen habe nach seiner Erinnerung wohl in Deutschland stattgefunden. "Wir waren sehr klar darüber, was wir vorhatten in Bezug auf die Ziele, und wir baten sie um ihre Kooperation, weil es sich um etwas handelte, das klar in unserem gegenseitigen Interesse lag."

Die NSA habe bei dem Treffen sehr offen gesagt, was sie tun könne. "Natürlich hatten die anderen Dienste ihre jeweils eigenen Kapazitäten und eigene Expertise." Es sei darum gegangen, die Anstrengungen zu "poolen".

Es gebe eine breite Zusammenarbeit zwischen befreundeten Nachrichtendiensten. NSA und CIA wussten, "wie wertvoll Partner waren". Dazu hätten die Geheimdienstchefs, "Profis", die sich kannten und vorankommen wollten, keine "schriftlichen Vereinbarungen" gebraucht.

Hayden führte die NSA zwischen 1999 und 2005 und die CIA von 2006 bis 2009.

Der General im Ruhestand führt derzeit viele Interviews und hatte der Australian Financial Review gesagt, er glaube, dass der Telekommunikationsausrüster Huawei Informationen an die chinesische Regierung liefere. Weitergegeben würden "intime und umfassende Informationen zu ausländischen Telekommunikationsanlagen, an denen sie mitwirken".


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