Ex-NSA-Chef: "Terroristen bevorzugen Gmail"

Er hat die NSA und die CIA geführt. Nun klärt General Michael Hayden die Welt über Gmail, den Terror und das Hauptproblem des Internets auf: die Anonymität.

Artikel veröffentlicht am ,
Michael Hayden im August 2013
Michael Hayden im August 2013 (Bild: Mark Wilson/Getty Images)

Der schon häufiger durch seine sehr bizarren Aussagen zum Thema Überwachung aufgefallene Michael Hayden behauptet, dass Googles E-Mail-Dienst Gmail besonders gerne von Terroristen genutzt werde. Hayden führte die NSA zwischen 1999 und 2005 und die CIA von 2006 bis 2009.

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Laut einem Bericht der Washington Post erklärte er bei einer Erwachsenenbildung der St. John's Episcopal Church am 15. September 2013 wörtlich: "Gmail ist weltweit der bevorzugte Internet-Service-Provider von Terroristen. Ich denke nicht, dass das in der Google-Werbung zu sehen sein wird, aber es ist gratis und es ist allgegenwärtig, daher ist das auf jeden Fall so."

"Problem des Internets ist Anonymität"

Auf die Frage, ob die flächendeckende Internetüberwachung durch die USA nicht ein negatives Beispiel für andere Nationen sei, sagte er: "Wir haben das Internet hier gebaut und es ist durch und durch amerikanisch." Auch deswegen fließe ein Großteil des Datentraffics durch US-Server, über die sich die Regierung "für Geheimdienstzwecke ein Bild davon macht."

"Das Problem, das ich mit dem Internet habe, ist, dass es anonym ist", sagte Hayden.

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Hayden hatte sich Anfang August 2013 über den erwarteten Protest im Internet für den Fall einer Verhaftung von Edward Snowden durch die USA geäußert. Hacker und Internetaktivisten würden dann die US-Regierung angreifen. Die Protestierenden beschrieb Hayden als "Nihilisten, Anarchisten, Aktivisten, Lulzsec, Anonymous und Twens, die seit fünf oder sechs Jahren nicht mit dem anderen Geschlecht gesprochen haben".

Snowden habe "unter diesen Leuten viele Anhänger", die für Transparenz in einem freien globalen Internet ohne Kontrolle einträten, sagte Hayden. Doch darüber, wozu diese Aktivisten fähig seien und was ihr "World Trade Center" sei, könne er nur spekulieren, erklärte Hayden in Anspielung auf die Terroranschläge vom 11. September 2001.

"NSA benannte sehr klar die Ziele"

Hayden bestätigte zudem die Berichte über die Fähigkeiten des Überwachungsprogramms XKeyscore. Auf die Frage, ob die Enthüllungen des Guardian zu XKeyscore zuträfen, antwortete Hayden dem US-Fernsehsender CNN am 31. Juli 2013: "Ja. Und das sind richtig gute Nachrichten." Das Werkzeug sei über mehrere Jahre entwickelt worden und erlaube es den Geheimdienstagenten, eine konkrete Frage in das System einzugeben, um das Meer an gesammelten Daten zu durchsuchen.

Im Juli 2013 spottete Hayden über die Überraschung deutscher Politiker nach den Enthüllungen durch Snowden. Er sagte: "Ich bin da mal sehr respektlos, okay? Das ist wie in dieser Filmszene aus 'Casablanca', in der Polizeichef Renault informiert wird, dass in Rick's Café Glücksspiel stattfindet. Sehen Sie, alle Staaten spionieren, alle modernen Staaten betreiben elektronische Spionage."

Nach den Terroranschlägen am 11. September 2001 sei er persönlich nach Europa gereist, habe sich dort mit den Geheimdienstchefs getroffen und sei "sehr offen" gewesen. Das Treffen habe nach seiner Erinnerung wohl in Deutschland stattgefunden. "Wir waren sehr klar darüber, was wir vorhatten in Bezug auf die Ziele, und wir baten sie um ihre Kooperation, weil es sich um etwas handelte, das klar in unserem gegenseitigen Interesse lag."

Die NSA habe bei dem Treffen sehr offen gesagt, was sie tun könne. "Natürlich hatten die anderen Dienste ihre jeweils eigenen Kapazitäten und eigene Expertise." Es sei darum gegangen, die Anstrengungen zu "poolen".

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neocron 22. Sep 2013

bla blubb ... bitte bring diese "Geschichte" auch in direkten Zusammenhang mit der...

Anonymer Nutzer 18. Sep 2013

Wenn man Leute ins Guantanamo werfen kann die nen ähnlich klingenden Name haben wie...

Anonymer Nutzer 18. Sep 2013

Ja, als ich gelernt hab was ein Terrorist ist, hießen die noch "Carlos" oder "Jean...

Anonymer Nutzer 18. Sep 2013

Ja genau. Und ich versteh nicht wieso das nicht gemacht wird. Alle Unterseekabel...



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