Ex-Minister Vince Cable: Ausschluss von Huawei wurde den Briten von USA aufgezwungen

Die umstrittene britische Entscheidung habe Großbritannien bei 5G zurückgeworfen. Grund waren aber nicht die Erkenntnisse der Geheimdienste zu Huawei.

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Vince Cable, britischer Wirtschafts- und Industrieminister bis zum Jahr 2015
Vince Cable, britischer Wirtschafts- und Industrieminister bis zum Jahr 2015 (Bild: Leon Neal/Getty Images)

Die Entscheidung der britischen Regierung, Huawei als Ausrüster in den Telekommunikationsnetzen zu verbieten, hatte "nichts mit der nationalen Sicherheit zu tun" und sei auf US-amerikanischen Druck zurückzuführen. Das sagte Vince Cable, Wirtschafts- und Industrieminister bis zum Jahr 2015 und bis 2019 Parteichef der Liberal Democrats in dieser Woche laut einem Bericht des Europa-Magazins Euractiv. Die Entscheidung sei getroffen worden, "weil die Amerikaner uns gesagt haben, dass wir es tun sollten".

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Cable fügte hinzu, dass die Geheim- und Sicherheitsdienste während seiner Amtszeit als Minister wiederholt versichert hatten, dass die Nutzung von Huawei-Produkten kein Risiko darstelle."Wenn Großbritannien bei 5G geblieben wäre, wären wir jetzt an der Spitze der Länder, die die fortschrittlichsten Technologien verwenden. Und das sind wir nicht", sagte Cable. Cable war zur Zeit des Verbots aber seit Jahren nicht mehr Minister.

Nick Read was not happy

Der Nationale Sicherheitsrat Großbritanniens hatte entschieden, dass Netzbetreiber nach dem 31. Dezember 2020 keine Ausrüstung von Huawei mehr einkaufen dürfen. Außerdem muss bis Ende 2027 die Ausrüstung aus den 5G-Netzwerken entfernt werden. Die britische Regierung zahlt den Mobilfunkbetreibern des Landes 250 Millionen Pfund (280 Millionen Euro), um das Huawei-Verbot umzusetzen. EE, Vodafone und Three verwenden Huawei-Ausrüstung in ihren 5G-Netzwerken.

Nick Read, der Chef des Vodafone-Konzerns, hat im Juli 2020 davor gewarnt, die Entscheidung Großbritanniens, Huawei aus seinem 5G-Netz auszuschließen, auf andere Staaten in Europa zu übertragen. Das Huawei-Verbot sollte als "eine sehr britische Entscheidung" angesehen werden, die nicht automatisch auf die (Nicht-)Verwendung von Huawei-Technologie in ganz Europa durch Vodafone übertragen werden sollte.

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