Ex-Kanzlerkandidat: Laschet distanziert sich von Elon Musk

Der ehemalige CDU-Vorsitzende Armin Laschet hat sich in einem Spiegel-Interview kritisch über den Tesla-Chef Elon Musk und dessen jüngste Entwicklung geäußert. Der frühere Kanzlerkandidat, der 2021 noch gemeinsam mit Musk die Tesla-Baustelle in Grünheide besichtigte, würde heute von einem gemeinsamen Wahlkampfauftritt absehen.
Die Bedenken Laschets richten sich vor allem gegen Musks unberechenbares Verhalten und seine zunehmend aggressive und populistische Rhetorik. Dennoch betonte der ehemalige nordrhein-westfälische Ministerpräsident, dass er das Werk in Grünheide erneut besuchen würde.
Wirtschaftliche Bedeutung vs. politische Haltung
Trotz seiner kritischen Haltung gegenüber Musk verteidigte Laschet die wirtschaftliche Bedeutung von Tesla für Brandenburg. Das Unternehmen habe nicht nur Investitionen getätigt, sondern auch Arbeitsplätze geschaffen – eine Entwicklung, die er weiterhin positiv bewerte.
In Bezug auf die Tesla-Fahrzeuge selbst nahm Laschet eine differenzierte Position ein. Er sehe keinen Grund, weshalb Besitzer sich für ihre Fahrzeugwahl schämen müssten, da die ökologischen Vorteile und die technische Qualität der Fahrzeuge unabhängig von den politischen Ansichten des Produzenten zu bewerten seien.
Laschet bemängelte im Interview das Fehlen von Wagniskapital und die unzureichenden Rahmenbedingungen für die Entwicklung von Forschung und Innovation zu industrieller Produktion.
Im Kontrast zu anderen internationalen Projekten wie Intel, für das Deutschland bereit sei, erhebliche Subventionen zu gewähren, hob Laschet die Eigeninitiative von Tesla hervor. Musks Unternehmen habe bewiesen, dass erfolgreiche Ansiedlungen auch unter den gegenwärtigen Bedingungen möglich seien.



