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EWE und Ioema: Deutscher Landingpartner für Seekabel noch ohne Vertrag

Das neue europäische Ioema- Seekabel ist sehr ambitioniert. In Deutschland ist man aber noch ohne festen Partner.
/ Achim Sawall
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So soll das neue Seekabel verlaufen (Bild: IOEMA Fibre)
So soll das neue Seekabel verlaufen Bild: IOEMA Fibre

Das Konsortium für das europäische Ioema-Seekabel hat mit dem deutschen Partner EWE noch keinen Vertrag geschlossen. Das teilte Mathias Radowski, Sprecher des Netzbetreibers und Energieversorgers, Golem auf Anfrage mit. "Das Seekabel ist noch nicht verlegt. An der Verlegung im Meer ist EWE auch nicht beteiligt. Wir haben angeboten, das Seekabel am geplanten Übergabepunkt (Landing Station) in Deutschland zu übernehmen und eine redundante Glasfaseranbindung bereitzustellen, die zu einem möglichen Rechenzentrumsstandort geführt wird" , sagte Radowski.

Auch diesen Standort könne EWE zur Verfügung stellen. "Derzeit sind noch keine entsprechenden Verträge geschlossen" , so der Sprecher weiter.

Kapazität von 1,3 PBit/s und Sensorschutz

Das Seekabel Ioema soll Wilhelmshaven, Dänemark, Norwegen, die Niederlande und Großbritannien verbinden. Das britische Projektunternehmen Ioema Fibre wurde nach vierjähriger Projektentwicklung im Jahr 2023 gegründet.

Ioema ist ein 1.600 km langes und mit Repeatern ausgestattetes Seekabelprojekt, das fünf wichtige nordeuropäische Märkte verbinden soll. Das Multicore-System mit 48 Adernpaaren unterstützt eine Gesamtkapazität von 1,3 PBit/s (Petabit pro Sekunde).

"Ioema trägt den internationalen Spannungen und Sicherheitsaspekten Rechnung, indem das Unterseekabelsystem über seine gesamte Länge vollständig armiert und geschützt wird" , erklärte der Betreiber (PDF)(öffnet im neuen Fenster) . Man erwäge außerdem, das System mit Sensoren auszustatten. Ioema arbeitet mit Partnern wie Eurofiber, Arelion, Colt, Exa Infrastructure, Relined, Bulk und EWE Tel zusammen.

Heise Online berichtete(öffnet im neuen Fenster) , dass Ioema in eineinhalb Metern Tiefe vergraben werden soll.


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