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EWE und Telekom: Glasfaser Nordwest beginnt mit FTTH-Ausbau

In Kürze ist Baubeginn in ersten Pilotgebieten der Glasfaser Nordwest. Die Nutzer bekommen bis zu 1 GBit/s.
/ Achim Sawall
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Glasfaser Nordwest legt bald los. (Bild: Glasfaser Nordwest)
Glasfaser Nordwest legt bald los. Bild: Glasfaser Nordwest

Das am Mittwoch gegründete gemeinsame Joint Venture Glasfaser Nordwest von EWE und der Deutschen Telekom will umgehend mit dem Glasfaserausbau starten. Das gab das Unternehmen am 15. Januar 2020 bekannt(öffnet im neuen Fenster) . Die ersten Ausbaugebiete befinden sich in Vechta, Belm und Cloppenburg, gefolgt von Achim, Bremen, Bremerhaven, Delmenhorst, Emsdetten, Georgsmarienhütte, Oldenburg, Stade und Tostedt.

"Den gesamten Prozess von Vorvermarktung, Ausbau bis hin zur Schaltung des ersten Kunden werden wir in unseren beiden Pilotgebieten Belm und Cloppenburg testen" , erklärte Glasfaser Nordwest.

Anfangs bauen EWE und Deutsche Telekom für Glasfaser Nordwest aus, im Anschluss hat die Glasfaser Nordwest die Möglichkeit, Ausbaugebiete auch an Dritte zu vergeben, um den Ausbau für die Region beschleunigen zu können.

Glasfaser Nordwest will die Glasfaser allen interessierten Unternehmen zu "üblichen und diskriminierungsfreien kommerziellen Bedingungen" zur Verfügung stellen. Das Gemeinschaftsunternehmen wird dabei keine Dienste direkt an Endkunden vermarkten. Vielmehr sollen der EWE, der Deutschen Telekom sowie anderen Glasfaserzugänge angeboten werden. Sie können die Glasfaserinfrastruktur zu festgelegten Konditionen einkaufen, mit eigenen Produkten verbessern und ihren Kunden anbieten. Der Wholesale-Partner kann den Kunden Datenübertragungsraten von bis zu 1 Gigabit/s zur Verfügung stellen. Es werden reine Glasfasernetze möglichst bis in die Wohnung gebaut.

Glasfaser Nordwest wird seinen Sitz in Oldenburg haben. Geschäftsführer sind Christoph Meurer (EWE) und Oliver Prostak (Telekom), insgesamt soll es 35 Beschäftigte geben.

Mit dem gemeinsamen Ausbau will Glasfaser Nordwest auch bislang unterversorgte Gebiete erschließen. "Komplett unwirtschaftliche Ausbaugebiete werden aber weiterhin auf Fördermaßnahmen angewiesen sein. An diesen wird sich Glasfaser Nordwest aus kartellrechtlichen Gründen nicht beteiligen" , erklärte die Telekom.


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