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Ewe Tel: Weniger MBit/s für einige Hundert Nutzer wegen Vectoring

Einige Hundert Internetkunden bekommen durch die Vectoring-Umstellung weniger MBit/s. Die Datenrate liegt dann nur noch im ADSL-Bereich.

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Ewe Tel stellt graue Kästen auf.
Ewe Tel stellt graue Kästen auf. (Bild: Ewe Tel)

Einige Hundert Ewe-Tel-Kunden erhalten wegen der Einführung von Vectoring einen langsameren Internetzugang. Das gab der regionale Netzbetreiber am 22. Juni 2015 bekannt. Der Vectoring-Effekt auf der Kupferleitung nimmt ab einer Leitungslänge von etwa 500 Metern deutlich ab und ist ab einer Leitungslänge von 700 bis 800 Metern praktisch nicht mehr feststellbar. Die Erschließung auf dem Land stelle Ewe Tel deshalb vor besondere Herausforderungen.

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"Hier wohnen die Kunden viel weiter auseinander als in städtischen Gebieten. Das führt dazu, dass auch die Anschlussleitungen zu den einzelnen Haushalten deutlich länger sind", erklärte Ewe-Tel-Geschäftsführer Sebastian Jurczyk. "Bei Vectoring hängt die Bandbreite - noch stärker als bei VDSL - von der Länge und Qualität der Kupferleitungen ab." Deswegen würden nach heutigem Stand mehrere Hundert Kunden nach der Umstellung eine niedrigere Datenrate als bisher nutzen können. Ewe Tel habe mit den betroffenen Kunden persönlich Kontakt aufgenommen.

Ewe Tel ist eine Tochter des Versorgungsunternehmens Ewe mit Sitz in Oldenburg. Der Festnetzbetreiber ist in Niedersachsen, Bremen, Bremerhaven, Brandenburg, Osnabrück sowie Ostwestfalen-Lippe tätig.

ADSL-Bandbreite für Betroffene

Firmensprecher Gerd Lottmann sagte Golem.de: "Die jeweilige Bandbreite dieser wenigen Kunden ist weiterhin abhängig von Qualität und Länge des Kupferkabels. Sie liegt im ADSL-Bereich." In Deutschland werden bei ADSL bis zu 16 MBit/s im Download und bis zu 1.125 KBit/s im Upload angeboten.

Ab Herbst 2015 können die ersten Ewe-Tel-Kunden Vectoring nutzen.

Mit heutiger Vectoring-Technik kann immer nur ein Unternehmen das Verfahren an einem Kabelverzweiger einsetzen. Laut den Regeln der Bundesnetzagentur muss der Betreiber mit dem Eintrag in die Vectoring-Liste an dem jeweiligen Kabelverzweiger Vectoring-Technik fristgerecht einsetzen, selbst wenn dies für einige Kunden zu einer Verschlechterung ihres Internetanschlusses führt.

Im Ewe-Einzugsgebiet habe der Betreiber "den größten Teil aller Kabelverzweiger in die Vectoring-Liste eingetragen und wird noch in diesem Jahr über 2.000 Schränke mit der Technik ausstatten".

Vectoring reduziert die gegenseitige Störung durch Far End Crosstalk (FEXT) benachbarter Kupferdoppeladern eines Kabels. Dieser Prozess verlangt eine hohe Rechenleistung in den aufgerüsteten DSLAMs. Das System errechnet für jede einzelne Kupfer-Doppelader eines Bündels die jeweiligen Störeinflüsse und sendet neben dem eigentlichen Nachrichtensignal ein abhängig von den errechneten Störeinflüssen erzeugtes Gegensignal in die jeweilige Doppelader. So werden die durch Übersprechen entstehenden Störsignale fast ausgeschaltet. Bei 100 bis 200 Metern werden 110 MBit/s erreicht, bei 300 Metern gut 100 MBit/s. Bei einem Abstand von 400 Metern erhält der Nutzer unter 100 MBit/s und bei 700 Metern eine Datenübertragungsrate von fast 60 MBit/s.



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Ovaron 27. Jun 2015

Auch durch mehrfache Wiederholung werden Deine Behauptungen nicht zu Fakten. Beweise...

Denguefieber17 26. Jun 2015

Im Heidekreis ( Gemeinde Bispingen / OT Steinbeck ) sind auch von 25Mbit/s down| 3,5Mbit...

Ovaron 25. Jun 2015

Nein, ist es nicht. Vectoring rechnet die gegenseitigen Störungen zwischen den VDSL...

Transistoreffekt 24. Jun 2015

Weil das der Optimalfall ist, der in der Praxis viel zu selten vorkommt, als dass die...

Friedrich.Thal 24. Jun 2015

Stell dir vor, es gibt auch in Großstädten Gebiete da geht nix und außen herum alles. Hat...


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