evRoaming4EU: Initiative für europäischen Ladestandard gestartet

Das Laden von Elektroautos ist häufig ein Ärgernis. Nun soll der neue Standard OCPI europaweit das Lade-Roaming bei den verschiedenen Anbietern erleichtern.

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Je nach Anbieter können zum Laden RFID-basierte Ladekarten oder Apps erforderlich sein.
Je nach Anbieter können zum Laden RFID-basierte Ladekarten oder Apps erforderlich sein. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)

Mit dem von der EU geförderten Projekt evRoaming4EU soll das Laden von Elektroautos europaweit einfacher möglich werden. Ein neues Protokoll "soll die Akzeptanz für Elektromobilität steigern, das Laden von E-Autos erleichtern und die Verbraucher transparent über Ladestandorte und Ladepreise in Europa informieren", teilte die Stromnetz Hamburg GmbH nach einem Auftakttreffen in Deutschland mit. Dabei wurden 60 lokale und internationale Partner erwartet. Oberstes Ziel sei es, "jedem E-Auto-Fahrer die Möglichkeit zu bieten, an jeder Ladestation in der EU zu laden".

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Für diesen Zweck wurde das Protokoll "Open Charge Point Interface" (OCPI) entwickelt. OCPI dient dabei der Kommunikation zwischen verschiedenen Marktpartnern. "Das Protokoll definiert vor allem eine Reihe von Kommunikationsdiensten zwischen den Betreibern (Charge Point Operator, CPO) der Ladestationen und diversen E-Mobility Anbietern (Electromobility Service Provider, EMP), um das Roaming zu unterstützen", teilte Stromnetz Hamburg auf Anfrage von Golem.de mit.

OCPP und OCPI ergänzen sich

Das seit längerem bestehende Open Charge Point Protocol (OCPP) regelt hingegen die Kommunikation zwischen Ladesäule und Ladenetzbetreiber. Die beiden Protokolle dienen daher unterschiedlichen Zwecken und sollen sich ergänzen.

Am vergangenen Montag hatten mehrere Verbände den Aufbau einer einfachen und transparenten Ladeinfrastruktur gefordert, damit "eine breite Masse an Verbrauchern Lust auf den Umstieg bekommt". Die Verbände, darunter der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv), verlangen dabei unter anderem, dass Verbraucher vor jedem Laden "alle Informationen erhalten, um möglichst genau die Kosten des Ladevorgangs abschätzen zu können".

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Bislang sind je nach Ladesäule unterschiedliche Zugangsvoraussetzungen gegeben. Je nach Anbieter können dazu RFID-basierte Ladekarten oder Apps erforderlich sein. Eine Ad-hoc-Zahlung per Kreditkarte oder Paypal ist bei Ladesäulen, die nach dem 14. Dezember 2017 in Betrieb genommen wurden, ebenfalls zu ermöglichen.

Elektroautohersteller wie Audi bieten inzwischen eigene Ladekarten an, die unkomplizierten Zugang zu 65.000 Wechselstromsäulen und den 2.000 Ionity-Schnellladern in Europa erlauben sollen. Laut Stromnetz Hamburg gibt es aber noch keine Karte, die europaweites Laden an jeder Ladesäule zulässt. Das soll mit dem neuen OCPI-Protokoll erreicht werden.

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