Evolved Apes: NFT-Entwickler betrügt Investoren um 2,7 Millionen Dollar

Ein NFT-Entwickler hat für ein Projekt Kryptogeld im Wert von 2,7 Millionen US-Dollar von Investoren gesammelt. Nun ist er weg - das Geld auch.

Artikel veröffentlicht am , Manuel Bauer
Ein NFT-Entwickler hat Investoren um Ether im Wert von 2,7 Millionen Dollar geprellt.
Ein NFT-Entwickler hat Investoren um Ether im Wert von 2,7 Millionen Dollar geprellt. (Bild: Jack Taylor via Getty Images)

Ein weiterer Betrugsfall erschüttert die Kryptoszene: Unter dem Pseudonym Evil Ape hatte ein NFT-Entwickler Ende September 2021 auf dem Onlinemarktplatz Opensea die Finanzierung eines digitalen Kunstprojekts gestartet. 798 Einheiten der Kryptowährung Ether konnte er von interessierten Anlegern einstreichen. Jetzt hat er sich mit dem Geld abgesetzt.

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Wie die Webseite Vice.com berichtet, ist der Initiator des Projekts Evolved Apes seit dem 1. Oktober 2021 spurlos verschwunden. Das digitale Geld im Wert von 2,7 Millionen US-Dollar, das er zuvor durch den Verkauf virtueller Affenfiguren für ein geplantes Actionspiel eingenommen hatte, hat er mitgenommen. Das lässt sich laut dem Bericht anhand von Transaktionen in der Ethereum-Blockchain nachvollziehen.

Das Geld sollte angeblich dazu dienen, die Kosten für die Entwicklung des versprochenen Spiels zu decken. Im Zuge seines Abgangs hat Evil Ape sowohl den offiziellen Twitter-Account als auch die Webseite des Projekts gelöscht. Hinweise auf einen möglichen Betrug soll es bereits vor dem Verschwinden des Entwicklers gegeben haben.

Betrug deutete sich bereits an

Einige Investoren merkten im Nachhinein gegenüber Vice.com an, dass die öffentliche Kommunikation des Projekts nach dem offiziellen Verkaufsstart am 24. September 2021 auffällig unprofessionell gewesen sei und viele der ursprünglichen Initiatoren dem Anschein nach nicht mehr involviert gewesen seien. Niemand habe jedoch mit einem Verbrechen diesen Ausmaßes gerechnet.

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Ein Unterstützer des Projekts, der eigenen Angaben zufolge umgerechnet rund 10.000 US-Dollar in die Affenfiguren investiert hat, ist der Sache im Namen der Betroffenen auf den Grund gegangen. Im Zuge seiner Nachforschungen fand er heraus, dass Evil Ape den großangelegten Betrug von langer Hand geplant haben muss.

Weder wurde der Künstler, der die Affenfiguren für das Spiel entworfen hat, für seine Arbeit bezahlt, noch haben Teilnehmer an einem im Vorfeld veranstalteten Social-Media-Gewinnspiel jemals ihre Preise erhalten. Die um ihr Geld gebrachte Community will sich nun zusammenschließen, um das Projekt unter dem neuen Namen Fight Back Apes doch noch fertigzustellen.

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Betrüger verdient noch immer Geld

Die NFT-Plattform Opensea hat laut dem Bericht noch nicht auf den Betrug reagiert. Das Projekt Evolved Apes ist dort weiterhin gelistet und der Verkauf mit den virtuellen Affenfiguren floriert noch immer. Das wollen die einstigen Unterstützer dringend unterbinden, denn Evil Ape erhält für jeden Weiterverkauf der NFTs vier Prozent Provision.

Um einen weiteren Betrug dieser Art zukünftig zu verhindern, will die Fight-Back-Apes-Gruppe das Projekt mit einer sogenannten Multisig-Wallet absichern. Um mit einer solchen Transaktionen durchzuführen, müssen mehrere Nutzer diese bestätigen. So kann keine Einzelperson mit dem Geld durchbrennen. Kryptokunst in Form von NFTs erfreut sich wachsender Beliebtheit. Gerade erst wurde erfolgreich ein NFT des ersten digitalen Smileys der Welt versteigert.

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Extrawurst 16. Okt 2021 / Themenstart

Wo sich der werte Herr Entwickler von den Spendengeldern u.a. eine Sexpuppe gekauft hat...

Legendenkiller 11. Okt 2021 / Themenstart

naja , für so was braucht man aber auch immer Leute die mitmachen ... Sorry kein...

pandameister 09. Okt 2021 / Themenstart

Wer da noch nicht gemerkt hat, dass er verarscht wird, hat's wohl nicht anders verdient.

Maddam 09. Okt 2021 / Themenstart

Theoretisch könnte man darüber auch Lizenzen regeln, ist aber meistens nicht der Fall...

Ziegelstein 08. Okt 2021 / Themenstart

Das demnächst eine neue Dotcom Blase platzen wird, war schon länger absehbar. Corona hat...

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