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Evolution wird 25 Jahre alt: Die Sci-Fi-Komödie, die das Publikum erst später verstand

Evolution gehört mit Spaceballs und Galaxy Quest zu den besten Science-Fiction-Komödien. Zum Kinostart floppte der Film jedoch grandios.
/ Peter Osteried
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Evolution sollte der Ghostbusters der Science-Fiction werden, doch dazu kam es nicht. (Bild: Sony Pictures)
Evolution sollte der Ghostbusters der Science-Fiction werden, doch dazu kam es nicht. Bild: Sony Pictures
Inhalt
  1. Evolution wird 25 Jahre alt: Die Sci-Fi-Komödie, die das Publikum erst später verstand
  2. Zwischen Blockbustern zerrieben
  3. Der Gastauftritt eines Ghostbusters

Als Evolution am 19. Juli 2001 in die Kinos kam, waren Macher und Studio davon überzeugt, einen großen Hit auf der Hand zu haben. In der Theorie passte alles: eine Sci-Fi-Komödie von Ghostbusters-Regisseur Ivan Reitman, mit Akte-X-Star David Duchovny und American-Pie-Star Seann William Scott, tolle Locations mit Wüstenflair, gute Gags, tolle Effekte und überraschende, weil sich ständig verändernde Kreaturen.

Evolution hätte zu einem Hit werden müssen und wurde es doch nicht. Bei einem Budget von 80 Millionen US-Dollar konnte der Film in den USA nur 38 Millionen US-Dollar reinholen. Im Rest der Welt waren es weitere 60 Millionen US-Dollar(öffnet im neuen Fenster). Addiert man die Kosten für die Werbekampagne und stellt in Rechnung, dass nur gut die Hälfte des Kinotickets an das Studio geht, verbrannte Evolution zig Millionen.

Im Lauf der Jahre hat sich das mit weiteren Auswertungsformen etwas relativiert. Auch deswegen, weil ein neues Publikum auf den Film aufmerksam wurde und erkannte, was den Kinogängern vor 25 Jahren entging: dass dies eine herrlich überdrehte Sci-Fi-Komödie ist, bei der die Genre-Mixtur sehr gut funktioniert.

Das ist keine Selbstverständlichkeit, die wirklich gelungenen Sci-Fi-Komödien kann man an einer Hand abzählen. So nimmt Evolution locker mit Spaceballs und Galaxy Quest seinen Platz im Triumvirat der komischen Science-Fiction ein.

Das Ende der Welt ist nah – und die Rettung in jeder Drogerie zu finden

Die Geschichte spielt in dem abgelegenen Kaff Glen Canyon in Arizona. Ein mysteriöser Meteor stürzt mitten in der Wüste ab. Dabei bringt er Leben aus einer anderen Welt mit sich, das sich nicht nur jeder neuen Umgebung anpassen kann, sondern auch in rasanter Weise eine Evolution durchmacht. In nur wenigen Tagen werden so aus Würmern erst Primaten und dann an Pterodaktylen erinnernde Kreaturen.

Das Ende der Welt könnte besiegelt sein, gäbe es nicht die Universitätsprofessoren Ira Kane (David Duchovny) und Harry Block (Orlando Jones), die Militärwissenschaftlerin Allison Reed (Julianne Moore) und den Feuerwehrmann in spe Wayne Grey (Seann William Scott), die sich gemeinsam gegen die Invasion stemmen. Die Rettung ist dann, das ist keine Übertreibung, ungewöhnlich, aber in jeder Drogerie zu finden.

Schreckten die Produktplatzierungen ab?

Es war sicher eine ungewöhnliche Idee, dass die Protagonisten die außerirdischen Kreaturen ausgerechnet mit einem Shampoo von Head & Shoulders bekämpfen. Normalerweise fließt bei derartigem Product Placement Geld, angeblich soll dies hier nicht der Fall gewesen sein(öffnet im neuen Fenster).


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