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Evolution der Photovoltaik: Weltweite Stromproduktion bis 2050 auf PV ausgerichtet

Ausgehend von früheren und aktuellen Entwicklungen könnten Solarzellen 50 Prozent effektiver werden und die globale Stromproduktion vervielfachen.
/ Mario Petzold
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Produktion und Installation von Solarmodulen dürften sich weiter beschleunigen. (Bild: AFP via Getty Images/China Out)
Produktion und Installation von Solarmodulen dürften sich weiter beschleunigen. Bild: AFP via Getty Images/China Out

Eine Studie unter Beteiligung zahlreicher deutscher und internationaler Forschungseinrichtungen, veröffentlicht in Nature Energy(öffnet im neuen Fenster) , sagt voraus, dass bis 2050 mehr als 75 Terawatt an Photovoltaikleistung installiert sein werden. Viele Szenarien zur weiteren Entwicklung der Solarindustrie kommen demnach zu ganz ähnlichen Zielwerten.

Diese Leistung entspräche dem 40-Fachen des derzeit installierten Wertes. Damit ließe sich dreimal mehr Strom produzieren, als derzeit aus allen Stromquellen zusammen erzeugt wird; sie liegen aktuell bei jährlich 30 Petawattstunden oder 30 Billionen Kilowattstunden.

Allerdings dürfte globale Strombedarf mit einer steigenden Elektrifizierung von Wärmeerzeugung und Mobilität deutlich zunehmen.

Mehr Effizienz, weniger Kosten

Für diese Ertragssteigerung wird nicht nur eine weitere Steigerung der weltweiten Produktion auf mehrere Terawatt pro Jahr erwartet. Auch die Effizienz der Module dürfte weiter steigen.

Laut Andreas Bett, Direktor des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme(öffnet im neuen Fenster) und Mitautor der Studie, wird ein Wirkungsgrad von mehr als 35 Prozent für industrielle gefertigte Zellen erwartet. Auf gleicher Fläche würde der Stromertrag damit um 50 Prozent steigen, eine Verbesserung vergleichbar mit der Steigerung der letzten 25 Jahre.

Auch beim Preis soll die schon historisch beobachtete Entwicklung weitergehen. Der Preis soll sich nach aktuellen Prognosen bis 2050 für die installierte Leistung halbieren.

Vorsichtige Abschätzungen

Die prognostizierten Zahlen zu Effizienz, Preisen und Produktionsmengen beruhen auf den Entwicklungen der letzten Jahre. Demnach ist der Preis in Bezug auf die Leistung über Jahre hinweg fast konstant um 20 Prozent pro Jahr gesunken.

Ein so hoher Wert wird laut der Studie aber nicht zu halten sein. Stattdessen wird mit durchschnittlich 3 Prozent kalkuliert. Dennoch würde das bedeuten, dass sich der Preis je produzierter Kilowattstunden bis 2050 halbiert. Schon jetzt werden bei großen Projekten teils 4 Cent(öffnet im neuen Fenster) dafür angesetzt.


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