Everywhere: GTA-Konkurrent wechselt zur Unreal Engine

Es gibt ein Lebenszeichen von Everywhere: Das nächste Projekt von GTA-Miterfinder Leslie Benzies soll auf der Unreal Engine basieren.

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Artwork von GTA 5
Artwork von GTA 5 (Bild: Rockstar Games)

Das Entwicklerstudio Build a Rocket Boy hat eine grundlegende Entscheidung für Everywhere getroffen: Statt auf der Lumberjard Engine von Amazon (ein Fork der Cryengine) wird der Titel auf der Unreal Engine basieren. Das hat das Team auf Facebook bekanntgegeben.

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In dem Beitrag hat Build a Rocket Boy auf seine Stellenangebote verlinkt. Das ist vermutlich kein Zufall: Für Spieler mögen Engine und Jobs wenig miteinander zu tun haben. Für Entwickler ist es ein wichtiges Argument, wenn sie bei einem Projekt mit einer Software arbeiten können, die sie schon kennen - und hier dürfte die Unreal Engine gegenüber Lumberjard klar im Vorteil sein.

Everywhere ist auch deshalb spannend, weil es sich um das neue Großprojekt von Leslie Benzies handelt - und der ist zusammen mit Sam und Dan Houser einer der entscheidenden Macher von allen bisher veröffentlichten Grand Theft Auto.

Ende September 2020 war bekanntgeworden, dass Investoren rund um den chinesischen Technologiekonzern Netease für die Produktion von Everywhere 41 Millionen US-Dollar bereitgestellt hatten. Auch Benies selbst dürfte über beträchtliche Mittel verfügen, um die Entwicklung des Titels zu ermöglichen.

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Bislang ist über Everywhere nur wenig bekannt. Das Spiel soll grundlegende Elemente von GTA aufgreifen und in naher Zukunft in einer dystopischen Welt angesiedelt sein, offenbar spielt der Weltraum eine Rolle.

Die Spieler sollen noch mehr Freiheiten genießen und größeren Einfluss auf die Handlung haben. Informationen über anvisierte Plattformen oder Erscheinungstermine liegen nicht vor.

Benzies will nach eigenen Angaben ein "klassisches Computerspiel" produzieren. Ob das bedeutet, dass es eine Solokampagne geben wird, ist unklar. Das Spiel entsteht in Edinburgh, Los Angeles und Bukarest.

Benzies hat im Sommer 2015 seine Posten bei Rockstar verloren. Dort war er mit den Brüdern Dan und Sam Houser maßgeblich für Erfolgstitel wie Red Dead Redemption, vor allem aber für die Serie GTA inklusive des 2013 veröffentlichten fünften Serienteils verantwortlich.

Zeitweise war Benzies auch Chef des schottischen Entwicklerstudios Rockstar North, das für alle Aktivitäten rund um Grand Theft Auto zuständig ist. Ursprünglich hatte Benzies als Programmierer beim Rockstar-Vorgänger DMA Design begonnen.

Nach der Trennung kam es zwischen Benzies und Rockstar Games zu einem mittlerweile abgeschlossenen Rechtsstreit, in dem es um 150 Millionen US-Dollar ging.

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