Evernote, Komoot und Vimeo: Börsengang von Bending Spoons erfolgreich
Das italienische Technologieunternehmen Bending Spoons hat bei seinem Börsengang in den USA 1,68 Milliarden US-Dollar eingenommen. Wie Bloomberg berichtet(öffnet im neuen Fenster), wurden 57,97 Millionen Aktien zu einem Wert von 29 US-Dollar pro Stück verkauft. Der Marktwert des Unternehmens liegt nun bei circa 18,4 Milliarden US-Dollar.
Vor dem Börsengang wurde eine Preisspanne von 26 bis 28 US-Dollar pro Aktie angestrebt. Dass der Ausgabepreis höher liegt, zeigt, dass das Interesse bei Investoren an Bending-Spoons-Aktien hoch ist. Für das erste Quartal 2026 wies das Unternehmen einen Nettogewinn von 27,5 Millionen US-Dollar bei einem Umsatz von 601 Millionen US-Dollar aus.
Für den Vorjahreszeitraum, das erste Quartal 2025, wies Bending Spoons einen Umsatz in Höhe von 259 Millionen US-Dollar und einen Nettoverlust von 112 Millionen US-Dollar aus. Die Zahl der monatlichen Nutzer von Diensten des Unternehmens ist den Angaben zufolge im Zeitraum von Dezember 2023 bis März 2026 von 111 Millionen auf 500 Millionen gestiegen. Im selben Zeitraum stieg die Anzahl der zahlenden Kunden von circa drei Millionen auf circa neun Millionen an.
Bending-Spoons-Aktien sind kein Rendite-Selbstläufer
Das Geschäftsmodell von Bending Spoons basiert darauf, Softwareunternehmen aufzukaufen, diese umzustrukturieren und mit einem angepassten Preismodell weiterzubetreiben. Häufig gehen diese Maßnahmen mit Qualitätseinbußen einher und es werden zuvor kostenlose Funktionen reduziert, was bei langjährigen Anwendern zu Frustration führt.
Es gelingt Bending Spoons allerdings auch, mit den aufgekauften Unternehmen Profit zu generieren. Mit diesem Erfolg sollten bereits vor dem Börsengang mögliche Investoren überzeugt werden. Dass der Kauf von Bending-Spoons-Aktien aber nicht zwangsläufig zu einer hohen Rendite führt, gab das Unternehmen offen in den Unterlagen zum Börsengang (Analyse) zu.
So führt das bestehende Geschäftsmodell beispielsweise zu der Schwierigkeit, attraktive Akquisitionsziele zu finden und erfolgreich in das Portfolio einzugliedern. Auch die Verfügbarkeit von qualifiziertem Personal auf einem wettbewerbsintensiven Markt stellt ein mögliches Problem dar.