EV6, Ioniq 5 und Ioniq 6: Hyundai und Kia lindern das ICCU-Problem
Hyundai und sein Tochterunternehmen Kia haben eine Verlängerung des Garantiezeitraums für die Integrated Charging Control Unit (ICCU) ihrer Elektroautos bekannt gegeben. Künftig wird es 15 Jahre lang oder für eine Fahrleistung von 300.000 km (je nachdem, was zuerst eintritt) eine Garantie auf das wichtige Bauteil geben.
Die ICCU regelt innerhalb von Hyundais E-GMP-Plattform das Lademanagement sowie die 12-Volt-Versorgung. In der Vergangenheit hatten Hyundai und Kia Probleme mit dem Bauteil, das plötzlich und ohne Vorwarnung ausfallen kann. Es waren Rückrufe notwendig.
Denn fällt die ICCU aus, kann das Auto nur noch abgeschleppt und das Bauteil ausgetauscht werden. Dabei kann es zu Wartezeiten kommen, in denen Besitzern ihr Fahrzeug nicht zur Verfügung steht – eine funktionierende ICCU ist daher Voraussetzung für den Betrieb der Elektroautos.
Garantieverlängerung auf 15 Jahre
Kia teilte auf Anfrage von Golem mit, dass die ICCU-Probleme die Modelle EV6 und EV6 GT betreffen, die vor dem 15. Juni 2024 hergestellt wurden. "Während diese Maßnahmen die Anzahl der Vorfälle reduziert haben, ist Kia weiterhin bestrebt, seine hohen Standards aufrechtzuerhalten und den Kunden die Unbesorgtheit zu bieten, die sie von seinem Produktportfolio erwarten", erklärte der Konzern.
Entsprechend werde die Garantie nun verlängert. Eine parallele Anfrage an Hyundai hat der südkoreanische Hersteller noch nicht beantwortet. Bei Hyundai sind die Modelle Ioniq 5 (vor April 2024 produziert) und Ioniq 6 (vor September 2024 produziert) betroffen.
Die Garantieverlängerung dürfte nicht nur Besitzer der betroffenen Fahrzeuge absichern. Auch auf dem Gebrauchtwagenmarkt dürften die Elektroautos dank der Zusatzgarantie bessere Chancen haben.
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