EV Driver Survey: Elektroautos bei IT-Experten besonders beliebt

Fahrerlebnis und Technik sind für Fahrer von Elektroautos der größte Zusatznutzen dieser Mobilitätsform. Fast alle würden wieder ein E-Auto kaufen.

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Teslas sind laut Shell-Umfrage noch die beliebtesten Elektroautos.
Teslas sind laut Shell-Umfrage noch die beliebtesten Elektroautos. (Bild: Friedhelm Greis/Golem.de)

Noch wichtiger als Umweltvorteile sind Elektroautofahrern das Fahrerlebnis und die Technik. Das geht aus einer Befragung von fast 15.000 Elektromobilisten in fünf europäischen Ländern, darunter 6.727 Fahrer aus Deutschland, durch den Ladenetzbetreiber Shell Recharge hervor. Dem EV Driver Survey (PDF) zufolge sind Elektroautos bei IT-Experten sowie Ingenieuren und Industrietechnikern besonders beliebt.

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Demnach gaben 13 Prozent der Befragten an, in der IT-Branche zu arbeiten, 11 Prozent im Bereich Ingenieurwesen und Fertigung. Es folgen der Banken- und Finanzsektor mit 8 Prozent und das Gesundheitswesen mit 7 Prozent. Die Altersgruppe der 45- bis 54-Jährigen macht mit 27 Prozent den größten Anteil unter den Elektroautofahrern aus. Die beliebtesten Automarken waren Tesla und Volkswagen vor Hyundai, Opel und BMW.

Im EV Driver Survey gaben 75 Prozent der Befragten an, dass "Fahrerlebnis und Technologie" den größten Zusatzvorteil von Elektroautos darstellten. Es folgten Umweltvorteile mit 70 Prozent vor finanziellen Einsparungen mit 55 Prozent. Finanzielle Vorteile spielten mit 41 Prozent eine weniger wichtige Rolle. Ein Viertel der Befragten gab ein drohendes Verbrennerverbot als Vorteil an.

Deutliche Unterschiede gibt es hingegen bei Nutzern von Plugin-Hybriden. Hier wird das Fahrerlebnis nur von 53 Prozent der Befragten als Vorteil gesehen. Mit 60 Prozent ist der Umweltvorteil am häufigsten genannt worden.

76 Prozent wollen wieder ein Elektroautos

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Im Vergleich zum Vorjahr scheint die Zufriedenheit der Elektroautofahrer mit ihren Fahrzeugen deutlich gestiegen zu sein. Während im Jahr 2021 der Anteil der Befragten, die für ihr nächstes Fahrzeug wieder ein Elektroauto in Betracht ziehen, noch bei 62 Prozent lag, stieg er in diesem Jahr auf 76 Prozent. Der Anstieg ging vor allem zu Lasten der Plugin-Hybride, deren Anteil von 21 auf 10 Prozent zurückging. Ebenfalls stark rückgängig ist das Interesse an Wasserstoffantrieben: Hier sank der Anteil von 8 auf 5 Prozent. Vernachlässigbar ist inzwischen das Interesse an Verbrennern. Deren Anteil sank von 4 auf 2 Prozent.

Trotz dieser Präferenzen sind die Befragten noch nicht vollends zufrieden mit dem Stand der E-Mobilität. So wünschen sich 57 Prozent eine höhere Reichweite und 49 Prozent eine bessere Ladeinfrastruktur. Zudem würden sich 47 Prozent über niedrigere Anschaffungskosten freuen. Höhere Ladegeschwindigkeiten wünscht sich hingegen nur ein Drittel der Befragten. Nur 17 Prozent sind an einer größeren Fahrzeugauswahl interessiert.

Was den Wunsch nach höherer Reichweite betrifft, zeigen sich von Land zu Land deutliche Unterschiede. Während dies für 80 Prozent der befragten Niederländer wichtig ist, ist das nur bei 49 Prozent der Belgier der Fall. In Deutschland liegt der Anteil bei 63 Prozent.

Was die privaten Ladestellen betrifft, so verfügen 77 Prozent der Befragten mit einer solchen Möglichkeit über ein Haus mit Einfahrt oder einen privaten Parkplatz. Bei Personen mit Wohnung oder Haus ohne privaten Parkplatz ist das nur bei 28 Prozent der Fall.

Um unterwegs zu laden, verwenden 36 Prozent der Befragten vier oder mehr Ladekarten. Im Jahr zuvor lag dieser Anteil nur bei 15 Prozent. Entsprechend gesunken ist der Anteil der Personen mit nur einer oder gar keiner Ladekarte. Dieser fiel von 42 Prozent im Jahr 2021 auf 21 Prozent in diesem Jahr. In Deutschland liegt der Anteil der Elektroautofahrer mit vier oder mehr Ladekarten bei 32 Prozent. Im Gegenzug würden 39 Prozent der Befragten lieber nur eine Karte besitzen. Je weniger Karten ein Fahrer besitzt, desto eher ist er dazu bereit, für eine Universalkarte mehr Geld zu bezahlen. Bei den Fahrern mit nur einer Karte liegt der Anteil bei 63 Prozent, bei den Personen mit vier oder mehr Karten bei nur 44 Prozent.

TÜV-Umfrage hat andere Ergebnisse

Obwohl in der Shell-Umfrage die Präferenz für Elektroautos im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen ist, gilt dies noch nicht für die breite Bevölkerung. Das geht aus der Mobilitätsstudie 2022 des TÜV-Verbands (PDF) hervor, die am 16. Mai 2022 veröffentlicht wurde. Demnach halten zehn Prozent der Befragten es für "sehr wahrscheinlich", dass ihr nächstes Fahrzeug ein Elektroauto ist. Bei 16 Prozent ist es "eher wahrscheinlich".

Als Kaufhürden nannten 49 Prozent der Befragten die Reichweite von Elektroautos, was einem Anstieg um zwei Prozentpunkte im Vergleich zu 2020 entspricht. Ebenfalls zugenommen hat der Anteil der Befragten, die bezweifeln, dass Elektroautos wirklich umweltfreundlicher sind. Der Anteil stieg von 38 Prozent im Jahr 2020 auf 42 Prozent in diesem Jahr.

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amagol 20. Mai 2022 / Themenstart

Bin weder Consultant noch Manager - nur ein einfacher Entwickler. Und wenn ein LEAF...

amagol 20. Mai 2022 / Themenstart

Von x% auf y% is meiner Meinung nach egal, was wichtig ist ist sowas wie z.B. 300km+ in...

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