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EV Clinic: LG-Batterien in Teslas fallen deutlich früher aus

Eine Akkuwerkstatt meldet: US-Panasonic-Akkus in Teslas hielten rund 400.000 Kilometer durch, LG-Zellen aus China nur 240.000 Kilometer.
/ Andreas Donath
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Durchmessen eines Tesla-Akkus (Bild: EV Clinic)
Durchmessen eines Tesla-Akkus Bild: EV Clinic

Die in der Branche hoch angesehene EV Clinic aus Kroatien, eine Spezialwerkstatt für Elektrofahrzeuge, hat nach umfangreichen Diagnosen gravierende Qualitätsunterschiede zwischen verschiedenen Tesla-Batterielieferanten dokumentiert(öffnet im neuen Fenster) . Im Fokus der Analyse stehen das Model 3 und Model Y mit LG-Zellen aus der chinesischen Produktionsstätte in Nanjing.

Die Werkstatt berichtet, die LG-NCM811-Akkupakete erreichten bereits bei rund 240.000 Kilometern kritische Degradationsschwellen, während Panasonic-NCA-Akkus aus US-Produktion erst jenseits der 400.000-Kilometer-Marke vergleichbare Probleme zeigten. Dieser Unterschied in der Lebensdauer ist erheblich und wirft Fragen zur Produktqualität auf.

Degradationsmuster erschweren Reparatur

Besonders problematisch ist laut EV Clinic das Ausfallmuster der LG-Akkus. Anders als bei Panasonic-Modulen, wo einzelne defekte Zellen gezielt ersetzt werden können, zeigen die LG-Akkus eine flächendeckende Degradation über mehrere Zellen hinweg.

Der Versuch, einzelne Module in LG-Paketen zu ersetzen, erwies sich als erfolglos. Die umliegenden Zellen mit erhöhten Widerstandswerten fielen kurz darauf ebenfalls aus. Dieser Kaskadeneffekt macht herkömmliche Reparaturmethoden wirtschaftlich sinnlos.

Die Meldung betrifft ausschließlich LG-NCM811-Akkus aus der Produktionsstätte in Nanjing. Viele Tesla-Fahrzeuge in den USA nutzen Panasonic-Batterien, die laut der Werkstatt deutlich besser auf konventionelle Reparaturtechniken ansprechen.

Tesla äußerte sich zu den Beobachtungen der Werkstatt bislang nicht öffentlich.


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