Eurostat: Zahl der IT-Beschäftigten in Deutschland deutlich gestiegen

In Deutschland hat es einen deutlichen Zuwachs der IT-Beschäftigten gegeben. Das gab das statistische Amt der Europäischen Union, Eurostat, am 25. Oktober 2016 bekannt (PDF)(öffnet im neuen Fenster) . Danach hat sich die Anzahl der Fachleute der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) auf EU-Ebene im Zeitraum zwischen 2011 und 2015 um nahezu 1,5 Millionen Menschen erhöht.
Diese deutliche Zunahme bestätigt auch der kürzlich vorgelegte Monitoring-Report Wirtschaft Digital 2016 (PDF)(öffnet im neuen Fenster) , an dem Irene Bertschek, Leiterin des IKT-Forschungsbereichs am ZEW (Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung) mitgearbeitet hat. "Die größte Zunahme sowohl innerhalb der IKT-Branche als auch in der Gesamtwirtschaft ergibt sich dabei für die Teilbereiche Softwareentwicklung und Programmierung sowie für IT-Systemanalyse, Anwenderberatung und IT-Vertrieb. Auffallend ist außerdem, dass die IKT-Dienstleistungen einen weit größeren Anteil an Beschäftigten mit IKT-Berufen aufweisen als die IKT-Hardwareproduzenten" , sagte Bertschek.
Finnland hat gemessen an der Bevölkerung die meisten IT-Experten
Laut Eurostat waren im Jahr 2015 IKT-Fachleute in der EU vorwiegend in Großbritannien (1,54 Millionen), in Deutschland (1,47 Millionen) und in Frankreich (0,95 Millionen) beschäftigt. Auf diese drei Mitgliedstaaten entfiel etwas mehr als die Hälfte aller in der EU beschäftigten IKT-Fachleute.
Relativ gesehen meldeten 2015 Finnland (6,5 Prozent) und Schweden (6,1 Prozent) die höchsten Anteile von IKT-Fachleuten an der Gesamtbeschäftigung. Am unteren Ende der Skala wiesen Griechenland (1,2 Prozent), Rumänien (1,9 Prozent) und Litauen (2,1 Prozent) die geringsten Anteile auf.
Im Vergleich zu 2011 stiegen bis zum Jahr 2015 die absolute Zahl und der Anteil der IKT-Fachleute an der Gesamtbeschäftigung in fast allen Mitgliedstaaten, insbesondere in Deutschland und Frankreich. Ihr Anteil an der Gesamtbeschäftigung nahm von 3 Prozent auf 3,5 Prozent zu.