EuroQCI: Telekom koordiniert hochsicheres EU-Glasfasernetz
Die Europäische Kommission hat die Deutsche Telekom ausgewählt, den Aufbau der EU-weiten, gesicherten Infrastruktur EuroQCI zu leiten und zu koordinieren. Das gab der Netzbetreiber am 15. Februar 2023 bekannt(öffnet im neuen Fenster) . Unter dem Projektnamen PETRUS übernehme die Telekom nach eigenem Bekunden die Rolle des Koordinators zusammen mit den Partnern Airbus DS, Thales SIX und AIT aus Österreich sowie einer Gruppe von Experten aus Wissenschaft und Industrie.
Das EuroQCI wird ein terrestrisches Netz umfassen, das auf Glasfasernetzen beruht, die Standorte auf nationaler und grenzüberschreitender Ebene miteinander verbinden, und ein auf Satelliten basierendes Weltraumsegment. Es soll nationale Quantenkommunikationsnetze in der EU miteinander verbinden und eine globale Abdeckung bieten. Quantenkommunikation ist der Austausch von Informationen zwischen Quantenknoten. Dabei werden nicht wie zwischen herkömmlichen Computern Bits ausgetauscht, weil ein Qubit durch Kopieren verändert wird. Stattdessen werden Quanteninformationen teleportiert. Da ein Eingriff in die Informationsübertragung nicht unbemerkt möglich ist, ist Quantenkommunikation abhörsicher.
Europa als Vorreiter in der Quantenkommunikation
Der Koordinator Telekom soll helfen, gemeinsame technische Standards zu definieren und Interoperabilität zu gewährleisten. "Als Koordinator des PETRUS-Projektes tragen wir dazu bei, Europa zu einem Vorreiter in der Quantenkommunikation zu machen" , sagte Daniela Theisinger, Managing Director Global Business bei der Telekom.
Eine wichtige Nutzergruppe von EuroQCI werden Regierungsbehörden sein. Für Unternehmen und Bürger sollen digitale Signaturen, Authentifizierung und "sichere elektronische Stimmabgabe" möglich werden.
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