Europol und FBI: Hacker-Marktplatz xDedic geschlossen

Auf dem Online-Marktplatz xDedic konnten Kriminelle den Zugang zu gehackten Rechnern und Daten kaufen. Nun gingen Ermittler international gegen die Plattform vor.

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Domain und Server von xDedic wurden beschlagnahmt.
Domain und Server von xDedic wurden beschlagnahmt. (Bild: Europol)

Ermittlungsbehörden in den USA und Europa haben in einer gemeinsamen Aktion den Online-Marktplatz xDedic ausgehoben. Neben mehreren Behörden in den USA, darunter das FBI, seien belgische und ukrainische Ermittler sowie das Bundeskriminalamt an der Aktion beteiligt gewesen, berichtete die europäische Polizeibehörde Europol. Dabei seien die Server und Domains von xDedic beschlagnahmt worden. Die Plattform habe sowohl im offenen Internet als auch im Darknet operiert.

Über die Existenz des Marktplatzes war 2016 unter anderem von dem Sicherheitsunternehmen Kaspersky berichtet worden. Demnach ließen sich auf der Plattform die Zugänge zu 70.000 gehackten Servern weltweit kaufen. Der Zugang zu einem Server innerhalb eines europäischen Regierungsnetzwerks war damals für sechs US-Dollar zu haben. Mehr als 1.000 Rechner in Deutschland waren ebenfalls betroffen.

Zahlungen per Bitcoin

Laut Europol haben die Administratoren von xDedic ihre eigenen Server weltweit strategisch betrieben. Mit Hilfe von Bitcoin hätten sie versucht, die Standorte ihrer Server sowie die Identitäten von Administratoren, Käufern und Verkäufern zu verschleiern. Kompromittiert waren unter anderem Server von Regierungsinstitutionen, Krankenhäusern, Notdiensten, großen Verkehrsgesellschaften, Call Centern, Wirtschaftsprüfungs- und Anwaltskanzleien, Pensionsfonds und Universitäten. Mit ihrem Angebot soll xDedic einen Betrug in Höhe von 68 Millionen US-Dollar ermöglicht haben.

Anfang vergangenen Jahres war ein gemeinsames Ermittlungsteam (Joint Investigative Team) zwischen den einzelnen Behörden gebildet worden.

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