Abo
  • Services:

European Truck Platooning Challenge: Automatisierte Lkw-Sternfahrt nach Rotterdam

Lkw in dichter Folge auf dem Weg in die Niederlande: Die niederländische Ratspräsidentschaft veranstaltet einen Wettbewerb für Platooning, eine hochautomatisierte Form des Konvoifahrens. Ziel ist Rotterdam.

Artikel veröffentlicht am ,
Platooning: möglichst wenig Luftwiderstand
Platooning: möglichst wenig Luftwiderstand (Bild: Daimler)

Mit möglichst wenig Treibstoffverbrauch nach Rotterdam: Das ist das Ziel einer Reihe von Lkw-Konvois, die in verschiedenen Ländern in Richtung Niederlande gestartet sind. Sie nutzen teilautonomes Fahren, um möglichst eng hintereinander zu fahren.

Stellenmarkt
  1. Dr. August Oetker Nahrungsmittel KG, Bielefeld
  2. über duerenhoff GmbH, Stuttgart

Platooning wird diese Art des Konvoifahrens genannt. Dabei fährt ein Lkw möglichst dicht auf den Lastwagen vor ihm auf. Dadurch soll zum einen der Platz auf der Straße besser ausgenutzt werden. Zum anderen fahren die Lkw im Windschatten, wodurch sie weniger Treibstoff verbrauchen und damit weniger Schadstoffe ausstoßen.

Die Lkw kommunizieren

Damit es bei dem dichten Auffahren nicht zu Unfällen kommt, sind die Lkw mit GPS, Radar und WLAN sowie mit Assistenzsystemen für autonomes Fahren ausgestattet. Die Systeme kommunizieren während der Fahrt miteinander. Der erste Lkw ist das Führungsfahrzeug - er bestimmt Fahrtrichtung und Geschwindigkeit. Weicht er einem Hindernis aus, etwa einer Baustelle, folgen die anderen.

Der Abstand der Fahrzeuge wird so berechnet, dass der Luftwiderstand besonders gering ist. Quetscht sich ein anderes Auto in die Kolonne, nehmen das Fahrzeug davor und das dahinter automatisch einen Sicherheitsabstand ein.

Konvois kommen aus unterschiedlichen Richtungen

European Truck Platooning Challenge heißt die Sternfahrt, die von den Niederlanden organisiert wird, die derzeit die EU-Ratspräsidentschaft innehaben. Sechs europäische Lkw-Hersteller beteiligen sich daran: Daf, Daimler, Iveco, MAN, Scania und Volvo. Daimler setzt dabei den Highway Pilot ein, den die Stuttgarter seit Oktober auf der Autobahn testen dürfen. Volvo wiederum spezialisiert sich bei seinen Lkw-Assistenzsystemen auf Platooning-Anwendungen.

Die Konvois steuern Rotterdam aus verschiedenen Richtungen an: Dabei dürften Daf und Iveco die kürzeste Anfahrt haben: Sie starteten in Belgien, in Westerlo und Brüssel. Der Daimler-Konvoi kommt aus Stuttgart, der von MAN aus München. Scania und Volvo schließlich reisen aus Schweden an: Scania aus Södertalje bei Stockholm, Volvo aus Göteburg. Für den Wettbewerb haben die Hersteller für die Konvoifahrt Sondergenehmigungen erhalten. Ziel ist, abhängig von der Verkehrslage so viel wie möglich im Platoon zu fahren.

Sartre veranstaltete Testfahren in Spanien

Im Rahmen des europäischen Forschungsprojekts Safe Road Trains for the Environment, kurz Sartre, werden schon seit einigen Jahren Techniken für das Fahren im Konvoi unter Führung eines Lkw entwickelt. Erste Tests auf der Straße gab es 2012 in Spanien.

Die Ankunft der Konvois in Rotterdam ist für den 6. April geplant.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 39,95€
  2. 4,99€
  3. 49,99€ (spare 4€ zusätzlich bei Zahlung mit Paysafecard) - Release am 15.3.
  4. 32,25€ (5% Extra-Rabatt mit Gutschein GRCCIVGS (Uplay-Aktivierung))

Moe479 29. Apr 2016

als währe das nicht schon seit der frühen automobilentwicklung bekannt ... das...

M.P. 06. Apr 2016

Bei mir ist es eher umgekehrt: Ich atme immer auf, wenn ich die Grenze erreicht habe. Auf...

M.P. 06. Apr 2016

Das ist ja wohl ziemlicher Quatsch, mit dem Personalaufwand. Die in der Kolonne fahrenden...

Prypjat 06. Apr 2016

Und am Ende müssen die Güter doch auf einen LKW geladen werden.


Folgen Sie uns
       


Razer Hypersense angesehen (CES 2019)

Razer hat Vibrationsmotoren in Maus, Handballenablage und Stuhl verbaut - und wir haben uns auf der CES 2019 durchrütteln lassen.

Razer Hypersense angesehen (CES 2019) Video aufrufen
Raspberry Pi: Spieglein, Spieglein, werde smart!
Raspberry Pi
Spieglein, Spieglein, werde smart!

Ein Spiegel, ein ausrangierter Monitor und ein Raspberry Pi sind die grundlegenden Bauteile, mit denen man sich selbst einen Smart Mirror basteln kann. Je nach Interesse können dort dann das Wetter, Fahrpläne, Nachrichten oder auch stimmungsvolle Bilder angezeigt werden.
Eine Anleitung von Christopher Bichl

  1. IoT mit LoRa und Raspberry Pi Die DNA des Internet der Dinge
  2. Bewegungssensor auswerten Mit Wackeln programmieren lernen
  3. Raspberry Pi Cam Babycam mit wenig Aufwand selbst bauen

Begriffe, Architekturen, Produkte: Große Datenmengen in Echtzeit analysieren
Begriffe, Architekturen, Produkte
Große Datenmengen in Echtzeit analysieren

Wer sich auch nur oberflächlich mit Big-Data und Echtzeit-Analyse beschäftigt, stößt schnell auf Begriffe und Lösungen, die sich nicht sofort erschließen. Warum brauche ich eine Nachrichten-Queue und was unterscheidet Apache Hadoop von Kafka? Welche Rolle spielt das in einer Kappa-Architektur?
Von George Anadiotis


    Mac Mini mit eGPU im Test: Externe Grafik macht den Mini zum Pro
    Mac Mini mit eGPU im Test
    Externe Grafik macht den Mini zum Pro

    Der Mac Mini mit Hexacore-CPU eignet sich zwar gut für Xcode. Wer eine GPU-Beschleunigung braucht, muss aber zum iMac (Pro) greifen - oder eine externe Grafikkarte anschließen. Per eGPU ausgerüstet wird der Mac Mini viel schneller und auch preislich kann sich das lohnen.
    Ein Test von Marc Sauter

    1. Apple Mac Mini (Late 2018) im Test Tolles teures Teil - aber für wen?
    2. Apple Mac Mini wird grau und schnell
    3. Neue Produkte Apple will Mac Mini und Macbook Air neu auflegen

      •  /