European Digital Wallet: BMDS startet Testumgebung für EUDI-Wallet

Das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) hat die Bereitstellung einer Testumgebung (Sandbox) für die digitale Brieftasche der EU (European Digital Identity Wallet, EUDI) bekannt gegeben. In der Sandbox sollen Verwaltungen und Unternehmen konkrete Anwendungsfälle aus der Praxis erproben können, heißt es in der zugehörigen Pressemitteilung(öffnet im neuen Fenster) .
Im ersten Schritt lässt sich damit die digitale Identifikation auf Basis von Personenidentifizierungsdaten (Person Identification Data, PID) testen. Im Anschluss sollen auch elektronische Nachweise in der Testumgebung abgebildet werden.
Die Ergebnisse der Testreihen sollen in die technische Ausgestaltung der EUDI-Wallet einfließen, die der Öffentlichkeit Anfang des Jahres 2027 zur Verfügung stehen soll. Zum Start soll die Nutzung des digitalen Personalausweises sowie digitaler Nachweise, für beispielsweise den digitalen Führerschein , möglich sein.
Sicherheitsbedenken bleiben
Etwa zwölf Monate nach der Einführung des staatlichen EUDI-Wallets sollen auch alternative Wallet-Anbieter die Möglichkeit erhalten, ihre Produkte als EUDI-Wallet zertifizieren zu lassen.
Die Beantragung sogenannter eID-Karten ist für EU-Bürger in Deutschland bereits seit 2021 möglich. Dabei wurden aber bereits erhebliche Sicherheitsmängel bekannt , da Ämter den Antragsteller wohl nicht korrekt überprüfen können.
Die Einführung von eIDs wird von immer mehr Ländern vorangetrieben. Dass der Einsatzbereich der EU-Wallet aber nicht nur auf den Umgang mit staatlichen Institutionen beschränkt ist, sondern auch Unternehmen einbezieht, ruft Sicherheitsbedenken hervor (g+) .
Mit einer European Business Wallet (EUBW) will die EU zukünftig auch die Kommunikation von Firmen und deren Geschäftsprozesse vereinfachen.