European Chips Act: EU pumpt 43 Milliarden Euro in Halbleiterfertigung

Bis 2030 soll ein Fünftel aller Mikrochips aus Europa kommen, weshalb die Europäische Kommission per Chips Act die lokale Industrie stärkt.

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Ursula von der Leyen stellt den European Chips Act vor.
Ursula von der Leyen stellt den European Chips Act vor. (Bild: Ursula von der Leyen)

Die Europäische Kommission hat den European Chips Act auf den Weg gebracht, welche die Halbleiterfertigung in Europa konkurrenzfähiger machen soll. Der Chips Act umfasst elf Milliarden Euro aus öffentlicher Hand zuzüglich weiterer Gelder, insgesamt mindestens 43 Milliarden Euro, und fokussiert sich auf fünf spezifische zu stärkende Bereiche.

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Wie wichtig die Förderung ist, betonte die Präsidentin der Europäischen Kommission: "Der Chips Act kommt genau zur richtigen Zeit und hat zwei Ziele: Kurzfristig soll er die Resilienz stärken, um Störungen der Lieferkette zu vermeiden, und mittelfristig soll Europa eine Führungsrolle im Halbleitermarkt übernehmen", sagte Ursula von der Leyen. Ausgehend von derzeit neun Prozent soll der Anteil der weltweiten Chip-Produktion auf 20 Prozent steigen, bis 2030 setzt sich die Europäische Kommission die Frist dafür.

Als die fünf spezifische Bereiche wurden folgende ausgemacht: Die Forschung , die Unterstützung von Start-ups, der Weg vom Lab(or) zur Fab, die Errichtung entsprechender Produktionsstätten für allerlei Typen von Mikrochips und überdies der Aufbau von dazugehörigen Lieferketten mit lokalen wie internationalen Partnern. Das zusammen ergebe eine "strategische Initiative", welche laut Vizepräsidentin Margrethe Vestager einen "grünen und digitalen Übergang" in Europa ermöglichen soll.

Ähnliche Summe wie in den USA geplant

Seitens der Europäischen Kommission sind 11 Milliarden Euro für den European Chips Act geplant, hinzu kommen weitere 2 bis 4 Milliarden Euro aus öffentlicher und privater Hand. Diese summieren sich zu den bereits geplanten 30 Milliarden Euro, weshalb von insgesamt mindestens 43 Milliarden Euro die Rede ist. Zum Vergleich: Der Chips Act for America beläuft sich auf 52 Milliarden US-Dollar, was derzeit umrechnet etwa 45,5 Milliarden Euro entspricht und damit nahezu ein identischer Fonds ist.

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  • Ursula von der Leyen wirbt für den European Chips Act. (Bild: EU)
Ursula von der Leyen wirbt für den European Chips Act. (Bild: EU)
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Passend dazu hatte 2020 eine Allianz aus 18 europäischen Staaten erklärt, die Halbleiter-Industrie samt Lieferkette in Europa stärken zu wollen; hierzu wurde ein Important Project of Common European Interest (IPCEI) erstellt. Derzeit besteht in Europa eine steigende Abhängigkeit von Chips aus dem Ausland, vor allem aus China und den USA sowie Taiwan, da dort die Produktion mit Abstand am höchsten ist.

Auch Intel will mehr Europa

Zu den technisch fortgeschrittensten Fabs in Europa gehören die von Globalfoundries, dort werden Prozessoren mit 12LP+ gefertigt. Das Unternehmen will zudem die 22FDX-Kapazität der Fab 1 am Standort Dresden verdoppeln, etwa für GPS-Chips und Radar-Devices für Autos. In Frankreich befinden sich Werke von ST Microelectronics für 28-nm-FDSOI-Designs, Bosch fertigt in der Dresdner RB300 mit 130 nm sowie später 65 nm.

Überdies spricht die EU seit Monaten mit Intel, die ein weiteres Werk in Europa bauen wollen. Derzeit wird die Fab 34 im irischen Leixlip errichtet, die sieben Milliarden US-Dollar teure Fertigungsstätte soll ab 2023 produzieren.

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maxule 15. Mär 2022

Die SMS kam sicherlich über den Teich. Meiner Meinung nach 20 Jahre zu spät. Eingentlich...

nicoledos 10. Feb 2022

Keine Angst . Der Betrag soll hier auf Fünf Bereiche aufgeteilt werden. Mit dem Geld...

mucpower 10. Feb 2022

Da war doch was ? War die Halbleiterproduktion nicht schon mal strategisch wichtig und...

6502 08. Feb 2022

.... erst mal ARM gekauft.... ;-)



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