European Aviation Network: Telekom errichtet ihr LTE-Netz für Fluggäste
Die Deutsche Telekom errichtet 300 LTE-Antennen-Standorte für Fluggäste in Europa. Das gab das Unternehmen am 19. Februar 2016 bekannt(öffnet im neuen Fenster) . Partner ist Inmarsat, ein britisches Unternehmen, das einen Mobilfunk-Satellitendienst betreibt.
Vier Monate, nachdem die Partnerschaft mit Inmarsat bekanntgegeben wurde , geht jetzt das Hybridnetz aus LTE-Bodenkomponenten und Satellitennetz in die erste Phase. Im Südwesten Großbritanniens habe die Telekom die ersten Standorte für LTE-Antennen ausgemacht. Von hier ausgehend werde das spezielle Mobilfunknetz zügig weiter ausgebaut. Für Ende 2016 sind die ersten Flüge geplant, um das LTE-Netz zu testen.
"Um das technisch ambitionierte Projekt umzusetzen, haben wir jetzt schon mit den Vorbereitungen für die ersten Testflüge begonnen" , sagte Claudia Nemat, Vorstand Europa und Technik bei der Telekom.
Nach den Testflügen Ende des Jahres folge die kommerzielle Pilotphase ab Anfang 2017 und ein weiterer Ausbau des Netzes in Deutschland und großen Teilen Westeuropas bis Mitte 2017. Die Markteinführung ist für Anfang 2018 vorgesehen, wenn das EAN (European Aviation Network) vollständig über ganz Europa zur Verfügung steht.
Befindet sich das Flugzeug auf einer höheren Reiseflughöhe, dann werden zusätzlich die Satellitendienste Inmarsats dazugeschaltet, um die Internetversorgung für die Passagiere zu gewährleisten. Die Elektronik in den Flugzeugen soll automatisch zwischen den beiden Empfangswegen wählen, ohne dass es für den Nutzer dabei zu Ausfällen kommt. Ermöglicht wird das durch die Frequenzzuweisung des 30-MHz-Spektrums im S-Band in allen 28 EU-Mitgliedstaaten. Dank Mehrstrahltechnologie (Multi Beam) wird dabei ganz Europa abgedeckt.
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