• IT-Karriere:
  • Services:

Europaparlament: Illegale Sport-Livestreams sollen strenger verfolgt werden

Das Europaparlament will ein eigenes Gesetz zu Sport-Livestreams. Illegale Angebote würden damit schärfer verfolgt als Terroristen, sagen Kritiker.

Artikel veröffentlicht am ,
Australischer Beach-Volleyball am Coolangatta-Strand im März 2021
Australischer Beach-Volleyball am Coolangatta-Strand im März 2021 (Bild: Matt Roberts/Getty Images)

Das Europaparlament will illegale Sport-Livestreams strenger verfolgen als terroristische Inhalte. Das erklärte der Europaabgeordnete Patrick Breyer (Piratenpartei). Ein aktueller Entwurf des Rechtsausschusses fordert, Anbieter zu verpflichten, offenkundig illegale Streams innerhalb von 30 Minuten nach Meldung zu entfernen. Vertrauenswürdige Hinweisgebern wäre es erlaubt, Streams ohne richterliche Anordnung auch dann entfernen lassen, wenn es unklar ist, ob sie legal sind oder nicht.

Stellenmarkt
  1. Evotec SE, Hamburg
  2. FRILO Software GmbH, Stuttgart, Dresden, München

Der Entwurf befürwortet auch verpflichtende Netzsperren durch Internet-Zugangsanbieter, einschließlich "dynamischer" Sperrverfügungen. "Der Rechtsausschuss fordert ein eigenes Gesetz zu Sport-Livestreams. Die Kommissionspräsidentin hatte zugesagt, auf Forderungen des Parlaments nach Gesetzgebung zu reagieren", sagte Breyer Golem.de auf Anfrage.

Der Textentwurf "hätte genauso gut von Lobbyisten der Verwertungsindustrie diktiert worden sein können", sagte der Europaabgeordnete. "Eine 30-Minuten-Löschfrist wäre kürzer, als es selbst für terroristische Inhalte vorgesehen ist, und außerhalb der Geschäftszeiten viel zu kurz, gerade für kleine und nicht-kommerzielle Anbieter. Privaten Interessensorganisationen mit Eigeninteressen zu erlauben, Inhalte ohne Prüfung durch ein Gericht entfernen zu lassen, würde absehbar zu einer übermäßigen Sperrung auch von legalen Inhalten führen."

Auch privates Streaming aus dem Stadion betroffen

Netzsperren durch Internetdienstanbieter sind leicht zu umgehen, indem man den DNS-Server ändert. Alle Verbindungen zu einer kompletten IP-Adresse zu sperren, führe zu massiven Kollateralschäden und zur Unterdrückung legaler Inhalte, erklärte Breyer.

Der Bericht differenziert nicht nach kommerziell oder nicht-kommerziell. Damit sind auch Nutzer betroffen, die als Zuschauer aus dem Stadium anderen einen Livestream zugänglich machen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Hardware-Angebote

User5001 15. Apr 2021 / Themenstart

Noch vor einigen Jahren gab es haufenweise berichte über Netzzensuren in Ländern wie...

User_x 15. Apr 2021 / Themenstart

Interessant wird dieses "Tool" wenn man das mit Social Phishing nutzt. Also demnächst...

Faksimile 15. Apr 2021 / Themenstart

Grundsätzlich boykottieren und nicht mehr schauen. Auch wenn wieder an der Strecke...

nightmar17 15. Apr 2021 / Themenstart

Die Bundesliga zeigt doch wie bescheuert diese Modelle sind. Samstagsspiele bei Sky...

AllDayPiano 14. Apr 2021 / Themenstart

WM in Quatar reicht m.M.n. aus, um von Mafia zu sprechen. Die unzähligen toten...

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


Audi E Tron GT Probe gefahren

Der E-Tron GT ist die Oberklasse-Limousine von Audi. Golem.de ist das Elektroauto Probe gefahren.

Audi E Tron GT Probe gefahren Video aufrufen
Programm für IT-Jobeinstieg: Hoffen auf den Klebeeffekt
Programm für IT-Jobeinstieg
Hoffen auf den Klebeeffekt

Aktuell ist der Jobeinstieg für junge Ingenieure und Informatiker schwer. Um ihnen zu helfen, hat das Land Baden-Württemberg eine interessante Idee: Es macht sich selbst zur Zeitarbeitsfirma.
Ein Bericht von Peter Ilg

  1. Arbeitszeit Das Sechs-Stunden-Experiment bei Sipgate
  2. Neuorientierung im IT-Job Endlich mal machen!
  3. IT-Unternehmen Die richtige Software für ein Projekt finden

Weclapp-CTO Ertan Özdil: Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!
Weclapp-CTO Ertan Özdil
"Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!"

Der CTO von Weclapp träumt von smarter Software, die menschliches Eingreifen in der nächsten ERP-Generation reduziert. Deutschen Perfektionismus hält Ertan Özdil aber für gefährlich.
Ein Interview von Maja Hoock


    Fiat 500 als E-Auto im Test: Kleinstwagen mit großem Potenzial
    Fiat 500 als E-Auto im Test
    Kleinstwagen mit großem Potenzial

    Fiat hat einen neuen 500er entwickelt. Der Kleine fährt elektrisch - und zwar richtig gut.
    Ein Test von Peter Ilg

    1. Vierradlenkung Elektrischer GMC Hummer SUV fährt im Krabbengang seitwärts
    2. MG Cyberster MG B Roadster mit Lasergürtel und Union Jack
    3. Elektroauto E-Auto-Prämie übersteigt in 2021 schon Vorjahressumme

      •  /