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Europäische Union: P2P und VoIP werden überall von Telekomkonzernen behindert

Mit Deep Packet Inspection überwachen europäische Mobilfunk- und Festnetzbetreiber ihre Kunden, um Peer-to-Peer und Voice-over-IP auszubremsen oder zu blockieren. Laut der EU-Regulierungsstelle Berec wird damit die Netzneutralität verletzt.
/ Achim Sawall
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Bild: Georges Gobet/AFP/Getty Images

Die meisten europäischen Telekommunikationsanbieter drosseln oder blockieren gezielt Peer-to-Peer- und Voice-over-IP-Kommunikation. Das ergab eine Untersuchung des Gremiums europäischer Regulierungsstellen für elektronische Kommunikation (Berec). Das Gremium, dem auch die Bundesnetzagentur angehört, hat dazu über 400 Telekommunikationsbetreiber, 250 aus dem Festnetz und 150 aus dem Mobilfunk, Industrieverbände, Verbraucherschutzorganisationen und einige Privatpersonen befragt.

Die vorläufigen Ergebnisse der europaweiten Studie (PDF)(öffnet im neuen Fenster) zur Netzneutralität, die im Dezember 2011 begann, wurden jetzt der Europäischen Kommission vorgelegt. Die ausführlichen Resultate sollen im zweiten Quartal 2012 veröffentlicht werden.

Mit Deep Packet Inspection gegen VoIP und P2P

VoIP werde meist vertraglich in Mobilfunknetzwerken ausgeschlossen und technisch blockiert. P2P-Datentraffic werde meist durch Drosselung der Datentransferrate eingeschränkt. Dabei wenden die Festnetz- und Mobilfunkbetreiber meist Deep Packet Inspection (DPI) an, wobei Datenpakete überwacht und gefiltert werden. Rund ein Viertel der Befragten gab als Begründung dafür Sicherheits-, Integritätsbedenken und Spamabwehrmaßnahmen an. Berec fand auch eine Vielzahl von Datendeckelungen und "Fair Use"-Praktiken.

Dies sei das erste Mal, dass europäische Regulierungsbehörden versucht hätten, neue Tendenzen und Praktiken im Bereich Traffic-Management zu ermitteln und Hinweise auf negative Erfahrungen von Anwendern und Anbietern von Inhalten zu sammeln.


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