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Europäische Union:
IT-Branche zahlt 100 Millionen für "geballte Lobbypower"

Allein Google gibt jährlich fast 6 Millionen Euro für Lobbyarbeit in Brüssel aus. Die meisten Lobbyisten hat ein umstrittenes chinesisches Unternehmen.
/ Friedhelm Greis
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Wichtiges Ziel von Lobbyisten: Zentrale der EU-Kommission in Brüssel (Bild: Yves Herman/Reuters)
Wichtiges Ziel von Lobbyisten: Zentrale der EU-Kommission in Brüssel Bild: Yves Herman/Reuters

Die IT-Branche gibt innerhalb der EU das meiste Geld für die Beeinflussung von politischen Akteuren aus. Mit Lobby-Ausgaben in Höhe von 97 Millionen Euro im Jahr liege die digitale Wirtschaft noch "vor Branchen wie der Pharmaindustrie, der fossilen Industrie, der Finanzwirtschaft und der Chemiebranche" , heißt es in einer am 31. August 2021 veröffentlichten Studie der Organisation Lobby Control und des Corporate Europe Observatory(öffnet im neuen Fenster) . Mit 5,75 Millionen Euro gibt der Suchmaschinenkonzern Google am meisten für die Lobbyarbeit aus.

Der 52-seitigen Studie (PDF)(öffnet im neuen Fenster) zufolge versuchen 612 Unternehmen, Vereinigungen und Wirtschaftsverbände, die Politik der EU im Bereich digitale Wirtschaft zu beeinflussen. Von diesen kommen etwa ein Fünftel aus den USA, wahrscheinlich sogar noch mehr. Weniger als ein Prozent haben ihren Sitz in China oder Hongkong.

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