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Google und Qwant profitieren

Schon jetzt hat das Leistungsschutzrecht in Deutschland dazu geführt, dass nicht mehr alle Suchmaschinen das Netz gleichermaßen widerspiegeln dürfen. Paradoxerweise profitiert bislang vor allem der Marktführer Google davon. Daher hat die Staatsaufsicht über Verwertungsgesellschaften der VG Media eine exklusive Gratislizenz für Google untersagt. Aber auch Qwant kann durch die Verbindung mit dem Springer-Verlag sämtliche deutschen Medien anzeigen. Mehrfache Anfragen von Golem.de, wie viele Lizenzgebühren an die VG Media dafür bislang abgeführt wurden, blieben von Qwant-Gründer Eric Leandri unbeantwortet.

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Nun stellt sich die Frage, warum die Verlage nicht schon jetzt eine gemeinsame Konkurrenz zu Google etablieren. Technisch ist es schließlich leicht möglich, Webcrawlern die Indexierung der Inhalte per Robots.txt oder Robots-Meta-Tag zu untersagen. Doch die Einträge in robots.txt sind rechtlich nicht verbindlich, so dass Google oder andere Suchmaschinen sich wohl nicht daran halten würden, wenn die Medien plötzlich geschlossen ein Konkurrenzangebot aufbauen wollten.

Droht ein Suchmaschinenkrieg?

Daher ist es kein Zufall, dass die in der VG Media organisierten Verlage schon jetzt versuchen, über eine kartellrechtliche Klage Google dazu zu zwingen, sämtliche Medien gleichzubehandeln und auch solche Verlage verkürzt darzustellen, die wie Golem.de entschiedene Gegner des Leistungsschutzrechts sind. Vor dem Landgericht Berlin sind die Verlage mit diesem Versuch kläglich gescheitert, ein Erfolg im Berufungsverfahren ist eher unwahrscheinlich. Möglicherweise setzen sie darauf, mit einem deutlich verschärften Leistungsschutzrecht auf europäischer Ebene dieses Ansinnen durchsetzen zu können.

Droht daher eine Art Suchmaschinenkrieg auf europäischer Ebene? Denn wie sollen sich Medien verhalten, die von Google zwangsweise mit ausgelistet werden müssten? Wären sie letztlich gezwungen, einer zahlungswilligen Google-Konkurrenz eine Lizenz zu erteilen, um überhaupt noch auf einer relevanten Suchmaschine präsent zu sein?

Zugegebenermaßen ist es reine Spekulation, dass es einen solchen Plan bei den LSR-Verlagen gibt. Allerdings stellt sich die Frage, wie europäische Verlage sonst geködert werden sollen, sich mit einem bislang komplett erfolglosen deutschen Projekt auch auf europäischer Ebene zu blamieren. Das Beispiel Leistungsschutzrecht zeigt, dass einflussreiche Lobbyverbände eine ganze Branche benachteiligen können, obwohl sie gar nicht die gesamte Branche repräsentieren. Dabei ist es noch nie ein guter Masterplan gewesen, sichere Nachteile in Kauf zu nehmen, um einen unsicheren Vorteil erlangen zu können.

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 Europäische Suchmaschine: Ein möglicher Masterplan für das Leistungsschutzrecht
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/mecki78 12. Okt 2016

StartPage.com ist keine Suchmaschine, StartPage.com holt sich die Ergebnisse direkt von...

Enter the Nexus 11. Okt 2016

Und wiederum andere haben News-Seiten in Facebook geliked und schauen dort einfach ein...

tingelchen 10. Okt 2016

Ist nur nicht erlaubt durch die Rechtverwerter. Der Verlag alleine kann jedem einen...

tingelchen 10. Okt 2016

Es gibt zwar eine dt. Übersetzung, aber keine direkte qwant.de Adresse. Die Firma die...


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