Europäische Raumfahrt: Ariane 6 schickt Galileo-Satelliten ins All
Exakt um 6:01 mitteleuropäischer Zeit am 17. Dezember 2025 ist eine Ariane-6-Trägerrakete laut Esa(öffnet im neuen Fenster) erfolgreich in den Erdorbit gestartet. An Bord befanden sich zwei in Bremen gebaute Navigationssatelliten, die vier Stunden später in einer Höhe von 23.000 km über dem Erdboden ausgesetzt wurden und sich entfaltet haben. In 120 Tagen sollen sie ihren Betrieb aufnehmen.
Die Mission stellt den ersten Flug einer Ariane 6 in diese Höhe dar, die bisher nur in den niedrigen Erdorbit gelangte. Im kommenden Jahr soll auch die vierarmige Version der europäischen Rakete abheben, die mindestens die doppelte Nutzlast bieten soll. Ihre Leistungsfähigkeit wäre dann mit der Falcon 9 von SpaceX vergleichbar.
Als Alternative besonders wichtig
Der insgesamt erst fünfte Start seit dem Erstflug im Jahr 2024 bedeutet auch das fünfte Erreichen der Zielhöhe. Lediglich bei der ersten Mission gab es Triebwerksprobleme, weshalb zwei der transportierten Satelliten nicht ausgesetzt werden konnten.
Für die Esa bedeutet die erfolgreiche Mission zugleich, dass man weiterhin in Eigenregie und vom eigenen Weltraumbahnhof in Kourou(öffnet im neuen Fenster) in Französisch-Guayana Satelliten in den Orbit befördern kann.
Gelingt das auch mit der großen Version der Ariane 6, könnten vergleichbare Lasten wie mit einer Falcon 9 in den Orbit geschickt werden.
Finanziell kein Vergleich zur Nasa
Genau diese Eigenständigkeit wird von der europäischen Weltraumbehörde immer wieder betont, die mit Blick auf das Budget gar nicht so selbstverständlich ist. Im Vergleich zu knapp 6 Milliarden Euro im Jahr hat beispielsweise die Nasa das Vierfache zur Verfügung.
Bei den Missionskosten kann die Ariane noch nicht ganz mithalten. So werden für einen Flug der Falcon 9 knapp 70 Millionen US-Dollar veranschlagt. Das Abheben der Ariane 6 ist 50 Prozent teurer. Allerdings hat SpaceX allein mit der Trägerrakete Falcon einen Erfahrungsvorsprung von knapp 600 Flügen.
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