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Europa: Deutschland bei Glasfaser-Quote an letzter Stelle

Laut einer aktuellen Studie schneidet Deutschland bei der FTTH-Penetration im europäischen Vergleich am schlechtesten ab. "Wir sollten nicht zulassen, dass Deutschland beim Glasfaserausbau im internationalen Vergleich hinterherhinkt", sagt dazu Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel.
/ Achim Sawall
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Technik beim Kabelnetzbetreiber Willy.tel in Hamburg (Bild: Willy.tel)
Technik beim Kabelnetzbetreiber Willy.tel in Hamburg Bild: Willy.tel

Deutschland belegt bei der FTTH-Verbreitung in Europa den letzten Platz. Das geht aus dem Bericht Monitoring Digitale Wirtschaft 2014(öffnet im neuen Fenster) hervor, den Wirtschaftsstaatssekretär Matthias Machnig am 12. Dezember 2014 vorgestellt hat. Darin heißt es: "Im internationalen Vergleich ist die deutsche Glasfaserpenetration unterdurchschnittlich. Deutschland liegt hier im europäischen Vergleich mit einer Glasfaser-Quote von nur einem Prozent an letzter Stelle."

Zwar ermöglichen aktuelle Technologien wie Vectoring verhältnismäßig hohe Datenübertragungsraten, dies reiche "aber mittel- bis langfristig nicht aus. Unternehmen können sich eine Ansiedlung in einem Land, das keine flächendeckende, hochleistungsfähige Breitbandanbindung bietet, nicht mehr leisten." Investitionen in Netze seien auch die Voraussetzung für Innovationen in den IT-Anwenderbranchen. Dazu seien nicht nur leistungsfähige, sondern auch sichere Netze nötig, so die Studie, die das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) gemeinsam mit TNS Infratest im Auftrag des Wirtschaftsministeriums erstellt hat.

"Wir sollten nicht zulassen, dass Deutschland beim Glasfaserausbau im internationalen Vergleich hinterherhinkt", kommentierte Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) bei Spiegel Online.

Über eine Million Menschen in IT-Branche

Die deutsche IKT-Branche habe 2013 ihre Bruttowertschöpfung deutlich auf insgesamt rund 89 Milliarden Euro gesteigert. Damit liege der Beitrag der IKT-Branche zur gewerblichen Wertschöpfung mit 4,7 Prozent unverändert auf dem Niveau der beiden Vorjahre und gleichauf mit dem Automobilbau (4,7 Prozent), aber vor dem Maschinenbau (4,5 Prozent). Im Jahr 2013 lagen die Gesamtumsätze der IKT-Branche bei rund 226 Milliarden Euro. Das seien etwa vier Milliarden Euro mehr als im Vorjahr, aber immer noch rund zwei Milliarden Euro weniger als 2011.

In der IKT-Branche waren Ende 2013 über eine Million Menschen beschäftigt. "Die IKT-Branche trägt mehr zur Beschäftigung in Deutschland bei als beispielsweise der Automobilbau oder die Chemie- und Pharmabranche", sagt Irene Bertschek vom ZEW.


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