Europa: 700-MHz-Band soll Mobilfunk verbessern

Der Europäische Rat will die Nutzung des 700-MHz-Bands für besseren Mobilfunk und die Einführung der 5G-Technologie voranbringen. Dazu hat der Rat einen Beschluss angenommen(öffnet im neuen Fenster) .
"Die koordinierte Nutzung des 700-MHz-Bands, das hohe Geschwindigkeiten und eine hervorragende Reichweite bietet, verspricht schnellere und bessere Internet-Verbindungen in ganz Europa" , erklärte der Rat.
Das 700-MHz-Band ist aber nur für bestimmte Einsatzfälle für den neuen Mobilfunk 5G im Gespräch . Der Bereich ist noch vergeben, aber erst nach vollständiger Umstellung auf DVB-T2 nutzbar. DVB-T wurde nur in den Ballungsräumen auf DVB-T2 HD umgeschaltet. Der Ausbau weiterer Gebiete für den Empfang erfolgt in drei weiteren Stufen bis Herbst 2018, zum Empfang von ARD und ZDF über DVB-T2 in HD erst bis Mitte 2019. Solange sind diese Programme noch über DVB-T zu empfangen.
Mobilfunkbetreiber erhalten bis zum 30. Juni 2020 den alleinigen Zugang zum 700-MHz-Band (694-790 MHz). Das 700 MHz-Band gehört zum 470-790-MHz-Spektrum.
5G-Bereiche
"Die Öffnung des 700-MHz-Bands für das mobile Internet trägt dazu bei, in ganz Europa für hervorragende Konnektivität zu sorgen" , sagte Emmanuel Mallia, maltesischer Minister für Wettbewerbsfähigkeit und digitale Wirtschaft. "Und wir gehen damit einen wichtigen Schritt bei der Umstellung der Branche auf 5G-Netze, die für die künftige Wettbewerbsfähigkeit der EU entscheidend ist." Alle EU-Länder müssen bis Ende Juni 2018 einen Plan für die Durchführung der Neuzuweisung vorlegen.
Im Prinzip sind alle bisherigen Bänder für die 5G-Luftschnittstelle nutzbar, auch New Radio (NR) genannt. Allerdings sind die erreichbaren Datenraten unmittelbar an die verfügbaren Träger-Bandbreiten gekoppelt. Ein 5G-Betrieb erfordert daher, dass mindestens Bandbreiten von 50 MHz, besser 100 MHz zusammenhängend im Bereich unterhalb von 6 GHz zur Verfügung stehen.