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Euro NCAP: ADAC legt Renault-Kooperation wegen Zoe auf Eis

Der ADAC vertreibt Renaults Zoe wegen des katastrophalen Crash-Ergebnisses beim Euro NCAP mit null Punkten vorerst nicht mehr.
/ Andreas Donath
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Renault Zoe (Bild: Golem.de)
Renault Zoe Bild: Golem.de

Der Crashtest von Renaults Zoe mit null Punkten beim Euro NCAP hat den ADAC dazu gebracht, seine Vertriebskooperation mit Renault vorerst zu pausieren, berichtet die Automobilwoche(öffnet im neuen Fenster) (Paywall). Auf der ADAC-Seite steht dazu, dass Fahrzeug sei bald wieder verfügbar(öffnet im neuen Fenster) .

Um künftig wieder eine höhere Punktzahl zu erreichen, will Renault dem Bericht nach serienmässig einen Notbremsassistenten in sein Elektroauto einbauen. Dessen Fehlen beim getesteten Modell sorgte für eine schlechte Bewertung. Doch ob damit eine viel höhere Punktzahl erreicht werden kann, ist fraglich.

Das schlechte Crashverhalten wird sich dadurch nicht ändern. Im Testbericht heißt es unter anderem: "Bei dem schwereren seitlichen Pfahlaufprall traf der Kopf des Fahrers jedoch direkt auf den eindringenden Pfosten, und die Werte für die Kopfverletzungen deuteten auf einen geringen Schutz dieses Körperteils hin. Die Kompression der Rippen ließ auf einen geringen Schutz des Brustkorbs schliessen. Tests an den Vordersitzen und Kopfstützen zeigten einen geringen Schutz gegen Schleudertrauma bei einem Heckaufprall."

Der ADAC bot Renaults Zoe seit 2018 mit Sonderkonditionen als Privatleasingfahrzeug an. Gegenüber der Automobilwoche sagte ein ADAC-Sprecher, dass das Ergebnis zusammen mit Renault analysiert und eine Neubewertung des Angebots vorgenommen werde. Im Handel kostet das Fahrzeug ohne Subventionen laut Preisliste(öffnet im neuen Fenster) (PDF) ab 30.990 Euro.

Der ADAC soll seit 2018 mehr als 7.000 Verträge vermittelt haben. Renaults Zoe soll noch bis zum Erscheinen des elektrischen R5 gebaut werden. Das wäre erst 2024.


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