Euro 7 umstritten: EU-Parlament besiegelt Verbrenner-Aus

Eine Mehrheit der Europaparlaments-Abgeordneten stimmte dafür(öffnet im neuen Fenster) , dass ab 2035 keine Autos mit Diesel- und Benzinmotoren mehr neu zugelassen werden dürfen. Nur noch emissionsfreie Autos und Vans sollen dann in Verkehr gebracht werden. Auf die Millionen bereits zugelassener Fahrzeuge hat dies keine Auswirkungen, sie dürfen weiter betrieben werden.
Die EU-Kommission soll prüfen, ob Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor, die E-Fuels nutzen, zukünftig doch noch zugelassen werden könnten.
Die Autoindustrie hat sich mit dem Aus des Verbrennungsmotors ab 2035 bereits abgefunden, aber sie macht sich Sorgen um die neue Euro-7-Norm. Diese soll ab 2025 gelten und den Schadstoffausstoß noch einmal reduzieren.
2035: Das Ende der Neu-Zulassung von Verbrennungsmotoren in der EU Die EU-Kommission präsentierte ihre Vorschläge zur Ausgestaltung von Euro 7 bereits im vergangenen November und will den Ausstoß von Stickoxiden bei Autos bis 2035 um 35 Prozent senken, bei Bussen und Lkw um mehr als 50 Prozent.
Euro-7-Norm und die Herausforderungen für die Autoindustrie
Die Hersteller warnen davor, dass die Produktion dieser Fahrzeuge sich nicht mehr lohnen würde, wenn die Testbedingungen und Emissionsstandards zu streng sind. Die Autoindustrie hat auch ernsthafte Bedenken hinsichtlich der neuen Testbedingungen für Abgasemissionen geäußert. Die Tests sollen in Zukunft nicht mehr unter Laborbedingungen stattfinden, sondern unter realen Fahrbedingungen mit Kälte, kurzen Fahrtstrecken oder unter Nutzung von Anhängern. Die Autohersteller befürchten, dass der Ausstoß von Stickoxiden, Kohlenmonoxid und Feinstaub unter diesen Bedingungen höher ausfallen könnte, als in den bisherigen Labortests. Zusätzlich sind sie besorgt, dass die Kosten für die Entwicklung neuer Motoren und Abgastechnologien sehr hoch sein könnten. Die Branche argumentiert, dass strengere Grenzwerte und neue Testverfahren die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Automobilindustrie gefährden könnten. Sie fordert daher längere Übergangsfristen und moderate Emissionsstandards, um die nötigen technischen Innovationen zum Schutz der Umwelt marktgerecht umsetzen zu können.



