Eurialo-Projekt: Esa will Flugzeuge vom Weltall aus erfassen

Die Esa baut mit einem kommerziellen Unternehmen ein Überwachungssystem für den Luftverkehr auf. Es soll weltraumgestützt sein und die bisherigen Methoden zur Positionsbestimmung ergänzen.

Artikel veröffentlicht am , Patrick Klapetz
Illustration vom Radarturm auf dem Teufelsberg in Berlin (Symbolbild)
Illustration vom Radarturm auf dem Teufelsberg in Berlin (Symbolbild) (Bild: Pixabay)

Derzeit wird die Position von Flugzeugen mittels Radar bestimmt. Doch das könnte sich in Zukunft ändern. Gemeinsam mit dem Analyse- und Space-to-Cloud-Datenunternehmen Spire Global hat die europäische Raumfahrtbehörde Esa ein neues Luftüberwachungssystem entwickelt. Mit Eurialo sollen Flugzeuge vom Weltraum aus lokalisiert werden. Damit dies gelingt, werden die Nano-Satelliten von Spire die Funkfrequenzsignale eines Flugzeugs aus dem Erdorbit orten, um die Flugzeugposition genau zu bestimmen.

Laut der Esa wird Eurialo dazu in der Lage sein, "ein Flugzeug in Echtzeit überall auf der Welt vom Start bis zur Landung zu verfolgen". Zwar kann die aktuelle Lage eines Flugzeuges auch mittels Radar bestimmt werden, jedoch ist dieses System fehleranfällig. Denn hohe Gebäude, Berge oder große Wasserflächen können das Signal stören, weswegen Piloten auch manuell ihre Position melden.

Radar adieu?

Mittlerweile gibt es etliche Seiten, mit denen die Position eines Fluges in Echtzeit angezeigt werden kann. Bei Flightradar24 beispielsweise stammen die Daten von Satelliten aus dem Weltraum, wie das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt DLR mitteilt.

Bis Eurialo einsatzfähig ist, wird noch etwas Zeit vergehen. Zunächst soll Spire einen vorläufigen Entwurf für eine neue Satellitenkonstellation liefern. Anschließend starte eine Testmission, erklärte der Spire-CEO Peter Platzer. Weltraumgestützte Flugzeugverfolgung und Geolokalisierung seien "die Zukunft des Flugverkehrsmanagements, um einen sicheren und nachhaltigen Flugverkehr auf globaler Ebene zu gewährleisten". Das System soll die bisherige Positionsüberwachung nicht ersetzen, sondern ergänzen, heißt es in der Pressemitteilung der Esa.

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