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Ein falsches Macbook in die Hände gedrückt

➤ Ich habe mir mal bei meinem Macbook Pro von einem autorisierten Apple-Händler den Akku wechseln lassen. Okay, die haben das gesamte untere Chassis getauscht, weil es halt nur das als Ersatzteil gab von Apple selbst, meinetwegen. Beim Abholen haben sie mir zuerst ein falsches Macbook in die Hände gedrückt :D

Leider haben sie die SSD nicht wieder richtig verschraubt (MBP Mid 2015) und einen Monat später hatte ich Probleme und die haben es kostenlos angeschaut und gerichtet. Also, soweit so gut.

➤ Miele-Waschmaschine vibrierte nach 9 Jahren sehr stark bzw. hatte eine Unwucht in der Trommel. Ein (unabhängiger) Techniker kommt sich das anschauen und meint: wahrscheinlich ein Schaden am Trommellager. Das Ersatzteil (im Grunde ein simples Kugellager!) ist bei Miele erhältlich, kostet aber um die 500 Euro. Also nur das Teil alleine.

Und natürlich müsste man die Trommel ausbauen bzw. die halbe Maschine auseinandernehmen, also noch einmal Kosten für mindestens zwei bis drei Stunden Arbeit. Und natürlich das Risiko, dass der Techniker weitere Probleme findet. Auch wenn die reparierte Miele vielleicht noch 5 Jahre gehalten hätte: Es ist einfach günstiger, eine neue Waschmaschine zu kaufen, was ich dann auch getan habe. Nur eben keine teure Miele mehr.

➤ Thema: Premier Support von Lenovo. Ich habe mir Ende 2015 zum Studienbeginn ein Lenovo Thinkpad X260 bei einem lokalen Händler gekauft – mit dabei war eine fünfjährige Garantie mit Vor-Ort-Reparaturservice. Holt man gerne mit, wenn dabei, aber dachte nie im Leben daran, dass ich davon Gebrauch machen könnte.

Aber der Teufel ist ein Eichhörnchen. Nach einem Jahr zeichneten sich Abdrücke von der Tastatur im Display ab. Unschön. Also Kundendienst angerufen. "Wir schicken jemanden vorbei!" Techniker kam, tauschte Tastatur und Display. Problem war damit zwar nicht gelöst, wie sich später zeigte, aber ich war erstaunt, wie unproblematisch das vonstattenging. Na gut, ist 'n Garantiefall ...

Zwei, drei Jahre später. Ich sitze vor einer wichtigen Arbeit. Hausarbeit, großer Schein im Zivilrecht. Arbeite bis spät in die Nacht. Mit viel Kaffee geht das. Denn die Abgabefrist rückte unaufhaltsam näher. Plötzlich war der eben aufgefüllte Kaffee leer. Nur leider nicht durch schnelles Trinken. Einmal quer über den Schreibtisch nach 'nem Buch gegriffen, an der Tasse hängen geblieben und einmal schön quer über die Tastatur. Alles nass ...

In der Panik macht man – was? Reis? Trocknen lassen? Sonne? NEIN! Ich muss schließlich JETZT weiterschreiben. So schnappte ich mir den Föhn und versuchte, die Tastatur "trockenzuföhnen". Ergebnis: eine Buchstabensuppe auf dem Boden, denn die Kappen zogen sich durch die Hitze zusammen und platzen ab.

"Nichts ist schlimmer, als plötzlich ohne Arbeitsmittel dazustehen"

Was vorher ein Drama war, war nun ein Weltuntergang. Wie weiterschreiben? Am nächsten Tag wieder bei Lenovo durchgeklingelt. Defekte Tastatur angegeben - wie oder warum wollten die gar nicht wissen. Ein paar Tage später kam der Techniker wieder vorbei, eine neue Tastatur und ein neues Mainboard im Gepäck. Eine neue Tastatur hätte mir schon gereicht, aber da ging er auf Nummer sicher.

Alles vor Ort getauscht. Sache von 20 Minuten. Kostenlos. Ich erleichtert. Die Arbeit wurde erfolgreich beendet. Von daher: Wenn ich mir ein neues Gerät hole, kommt es wieder von Lenovo. Und wieder wird der Premier-Support gebucht. Auch wenn es kostet. Aber nichts ist schlimmer, als plötzlich ohne Arbeitsmittel dazustehen.

Und mein X260? Nun, bis auf den Rahmen hat man da alles getauscht. Entsprechend munter werkelte es bis vor Kurzem noch bei meiner Mutter mit Manjaro und liegt heute als Reserve in einer Schublade.

➤ Dieses Jahr einen E-Scooter von Xiaomi gekauft. Kam an, defektes Hinterrad (Motor). Okay, eingeschickt. War auch recht unkompliziert. Kam beim beauftragten Reparaturdienstleister an, danach absolut träge Bearbeitung. Ich habe fast 2 Monate auf den Scooter gewartet. Erst ein Anruf bei Xiaomi hat Tempo in die Sache gebracht.

Dann, hurra, ich kann endlich fahren. Knapp 3 Wochen später: Brems-/Rücklicht defekt. Okay, neues Ticket auf, kam auch wieder flott Rückmeldung von Xiaomi, brauchen noch ein paar Daten und wollten wissen, ob ich einen Versandkarton brauche. Ich: "Ja, bitte."

Seitdem: Totenstille. Das sind jetzt auch schon wieder 2 Monate mit mehrfachen Rückfragen von mir. Kam immer nur "wird an die zuständige Fachabteilung weitergeleitet". Also diesmal direkt Xiaomi, die so Probleme machen. (Ich bin aktuell noch im Urlaub. Wenn ich zurückkomme, schalte ich meinen Anwalt ein.)

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