Macht, Regulierung und Kontrollverlust
➤ Da Verlässlichkeit von Services mehr und mehr in den Fokus gerät und Produkthaftung im Softwarebereich in der EU kommt, wird es hoffentlich früher als später passieren, dass die Begeisterung für (generative) AI nachlassen wird. Die Blase wird vermutlich nicht mit einem großen Knall platzen, so dass dann alles vorbei ist. Es wird in Wellen passieren.
Erst wird es kleinere Unternehmen treffen, die AI nutzen, aber nicht mehr bezahlen können oder den Nutzen infrage stellen. Dann werden nach und nach immer größere Unternehmen folgen, bis Staaten eingreifen, um systemrelevante Unternehmen (Microsoft, AWS, Nvidia etc.) zu retten.
Vermutlich werden viele Anleger viel Geld verlieren. Verschwinden wird AI wohl nicht mehr. Die Kosten für managed AI (OpenAI, Anthropic etc.) werden steigen/erhöht, bis die realen Kosten gedeckt sind. Viele Kunden/(geschäftliche) Nutzer werden abspringen, da ihnen die Kosten zu hoch sind und es sich für viele Anwendungsfälle nicht mehr rentiert.
"Aufstände bis hin zu regionalen Bürgerkriegen"
Open-Weight-Modelle werden für viele Anwendungsfälle und Anbieter in den Vordergrund rücken, da sie sich kostengünstig(er) nutzen und betreiben lassen (auch wenn sie nicht gleichwertig und latent veraltet sind).
Unternehmen werden merken, dass sie ihre Unternehmensinterna an externe Anbieter übertragen haben. Wenn das Geld bei AI-Anbietern knapp wird, werden sie über ausgelagerte Tochterunternehmen in Konkurrenz zu vielen etablierten Unternehmen treten, indem sie Produkte mit dem gesammelten Know-how nachentwickeln und anbieten werden. Es werden wohl viele Menschen ihren Arbeitsplatz verlieren, bis sich alles wieder normalisiert (und man merkt, dass die meisten AI-produzierten Produkte nicht notwendig sind und kein echtes Geschäftsmodell dahintersteht).
Oder AI etabliert sich mehr und mehr, es gibt kein Platzen der Blase. Wenn mehr und mehr Menschen ihren Arbeitsplatz verlieren, gibt es Aufstände bis hin zu regionalen Bürgerkriegen.
➤ Wahrscheinlich wird eine zu frei agierende KI so viel Schaden anrichten, dass die Regierungen dieser Welt die Notbremse ziehen und Agenten erstmal komplett verbieten. Oder der amerikanische Präsident neuere Modelle für alle Nicht-Amerikaner untersagt. Am Ende bedeutet das, dass die Aktionäre kalte Füße kriegen und ihr Geld in andere Aktien stecken werden, vorzugsweise in alternative Energien, die angesichts der Klimaverschärfung und des weiter schwelenden Nahost-Kriegs neuen Schwung erhalten.
Der Abschwung wird alle mitreißen, die aktuell daran gut verdienen, sowohl die KI-Unternehmen selbst als auch die Hardware-Supplier wie Nvidia und Chiphersteller, die aktuell groß in neue Fabriken investieren, die dann niemand mehr braucht. Auch SpaceXAI – das ja jetzt schon strauchelt – wird unter die Räder kommen. Ich glaube, dass vor allem die Open-Source-Entwicklungen eine Zukunft haben, weil sie gemeinschaftlich weiterentwickelt werden können. Damit fließen nicht Rieseninvestitionen parallel in mehrere Unternehmen, die sich gegenseitig bekämpfen, sondern werden gebündelt und effektiv eingesetzt.
➤ Als ich KI/AI das erste Mal hörte, war mein erster Gedanke der an Terminator und Skynet. Wenn ich nun sehe, was OpenAI zuletzt geschafft hat – Ausbruch aus einer Sandbox, eigenständig Zugang ins Internet gesucht und in eine andere KI über gefundene Schwachstellen zwecks Lösungssuche eingedrungen – mache ich mir echt Sorgen und bekomme auch Angst davor, was passiert, wenn wir die Kontrolle verlieren.
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