Fragwürdige Nützlichkeit und Falschinformationen
➤ Es ist nach wie vor fraglich, ob diese generative "KI" überhaupt etwas Nützliches ist. Damit wird das Internet vollgemüllt, so dass es seinen Zweck verliert. Es werden Falschinformationen verbreitet, so dass niemand mehr genau weiß, was richtig und was falsch ist. Das ist kein Zustand, der in irgendeiner Weise positive Auswirkungen auf die Menschheit hat.
Der ELIZA-Effekt nimmt auf der einen Seite überhand, während auf der anderen Seite Menschen gegen "KI" protestieren und Staaten sich über diese Technologie freuen, um mit nicht zuverlässig funktionierenden (weil auf probabilistischen Algorithmen basierenden) Systemen das Volk überwachen zu können.
In den USA gibt es kein Wirtschaftswachstum mehr, abgesehen von "KI", und immer mehr Menschen protestieren gegen den Bau neuer Rechenzentren. Es werden 600 bis 700 Milliarden Dollar allein in diesem Jahr in eine Technologie investiert, die in dieser Form eigentlich keiner wirklich braucht. Die Hersteller von "KI"-Produkten "warnen" die Welt vor ihrem eigenen Produkt mit Aussagen wie "gefährlicher als eine Atombombe", während sie selbst ihre eigenen Atombomben weiterentwickeln.
Sie tun so, als würden sie das zum Wohle der Menschheit machen, das Wohl der Menschheit können aber keine Automaten sicherstellen, sondern nur die Menschen selbst – indem sie auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse und realer Fakten kluge Entscheidungen treffen, die nicht unbedingt zum Regelwerk des US-amerikanischen Extrem-Kapitalismus passen. Wobei auch erwähnt sein muss, dass Klimaschutz (also unter anderem das Gegenteil von massenweise Rechenzentren bauen usw.) nicht unbedingt antikapitalistisch sein muss.
"Wissen ist nicht nur Information, sondern erfordert Gewissheit"
Da "KI" kein Wissen generiert und auch nichts Neues erschaffen kann, sondern lediglich bereits Dagewesenes neu zusammenwürfelt und einem dann mit Überzeugung als etwas ganz besonders Tolles und Neues verkauft, wird früher oder später die Erkenntnis überhandnehmen, dass man das nur für sehr wenige Dinge sinnvoll einsetzen kann, die ein noch größeres Maß an Wissen und Kompetenz von Menschen erfordern.
Das Prüfen von "KI"-Output kann zwar jeder machen, aber den Output auch beurteilen zu können, bedarf einer großen Menge an Wissen und Erfahrung. Wissen ist nicht nur Information, sondern erfordert Gewissheit. Ein "KI"-Modell kann keine Gewissheit haben, da es nur ein minderwertiges, lückenhaftes Abbild der Realität ist und auch nicht beurteilen kann, was Wahrheit ist.
Zuletzt ist auch das Vorhersagen der Zukunft selbst mit "KI"-Modellen nicht möglich, denn das Neue ist immer das Unwahrscheinliche. Algorithmen, die nach stochastischen Verfahren ausrechnen, was mit höchster Wahrscheinlichkeit das Richtige ist, können diese Rechnung nur auf Basis von Maßstäben aus der Vergangenheit anstellen.
Neues, Fortschritt, Weiterentwicklung der Menschheit und so weiter erfordern aber einen Blick über den Tellerrand. Wissen, das Gewissheit beinhaltet, können nur Menschen haben. Und nur nach dem Prinzip des "Empor-Irrens" können neue Erkenntnisse gewonnen und fehlerhafte Theorien widerlegt werden. So funktioniert Wissenschaft und daran braucht man nichts zu ändern – "KI" kann da nicht helfen.
"Die Technologie ist keine Besonderheit mehr"
In wenigen Einsatzbereichen von "KI" – wie beispielsweise in der Medizin oder bei der Erkennung von Anomalien in großen Datenmengen -, wobei hier erwähnt sei, dass das eher Machine Learning ist und wenig mit Intelligenz zu tun hat (niemand würde CIA mit "Zentrale Intelligenz-Agentur" übersetzen) – kann "KI" durchaus nützlich sein.
Aber Kunst, Kultur, das menschliche Miteinander und das Wohlfühlen des einzelnen Menschen, dafür kann so ein Automat keinen wirklichen Ersatz leisten. Im Gegenteil. Eine kranke, alte Person wird ihres Lebens nicht mehr froh und wird sich weiterhin einsam fühlen, wenn sie von einem Automaten betreut wird, der Menschlichkeit bloß simuliert.
Es wird sich also künftig zeigen, dass "KI" in großen Teilen nicht dem entspricht, was die Konzerne versprechen und mit aller Gewalt durchsetzen wollen. Da bringt es auch nichts, mit höchst fragwürdigen Marketing-Gags oder dem Hacken anderer KI-Plattformen etwas dran zu ändern.
Derzeit werden in China frei verfügbare "KI"-Modelle entwickelt, die auf einem vergleichbaren Niveau sind wie die proprietären Modelle aus den USA. Diese werden nicht auf US-Chips trainiert. Die Technologie ist also keine Besonderheit mehr, jeder kann sich solche Software zusammenbasteln, wenn man die Ressourcen hat.
Entsprechend besteht kein Anlass mehr, in US-Konzerne Geld zu investieren oder dergleichen, weil diese Konzerne es kaum schaffen werden, weiterhin überzeugende Gründe zu liefern, ihre Produkte zu nutzen und nicht die offenen, die jeder selbst betreiben kann, ohne alle Daten preisgeben zu müssen. Das bedeutet auch, dass die US-Konzerne immer weniger beim Trainieren helfen werden, weil Modelle selbst betrieben und entsprechend keine Daten eingesammelt werden können. Das Konzept hat also keine Zukunft.
"Die Welt wird nicht von KI zerstört werden"
Google wird alle dazu zwingen, deren künftige "KI" basierte "Such(t)maschine" zu nutzen, weil sie so viel Geld investiert haben, dass sie nicht mehr anders können. Allerdings wird das Google obsolet machen, denn erstens gibt es bereits Klagen, dass Google für die Richtigkeit der Outputs verantwortlich ist, was aber technisch nicht gewährleistet werden kann, und zweitens machen sie das Internet damit kaputt – oder es werden künftig neue Suchmaschinen entstehen, die besser als Googles "KI"-Ding funktionieren. Man findet dann wieder Informationen im Internet, unabhängig davon, ob Google damit Geld verdient oder nicht.
In der EU wird die Regulierung von "KI" um sich greifen, weil die Menschen das fordern werden, sofern nicht zuvor die Mehrheit der Staaten in den Nationalismus abdriftet und "KI" dafür nutzt, alle und alles zu überwachen. Auch Donald Trump wird mit seinen Zöllen nichts daran ändern können, denn von den USA ist wirtschaftlich nicht mehr viel zu erwarten. Dieser Präsident arbeitet hart am Fortschritt des Niedergangs, zusammen mit Elon Musk, Peter Thiel, Sam Altman, denen von Microsoft und diesen ganzen Leuten.
Die Welt wird nicht von "KI" zerstört werden. Dem Planeten ist außerdem ziemlich egal, ob die Menschheit überlebt. Genauso wie der Mensch mit Atombomben schon die Menschheit hätte auslöschen können, könnte das vielleicht auch mit "KI" passieren – das liegt dann aber nicht an "KI", sondern an den Menschen, die sie verwenden.
"KI" ist Software und sollte auch wie Software behandelt werden. Software läuft auf Hardware, beides ist emotions- und gefühllos und tut die Dinge, für die sie geschaffen wurden. Wenn schlecht funktionierende Software zu Problemen führt, liegt das zwar an der Software, weil sie nicht richtig funktioniert – dafür sind aber Menschen verantwortlich, die sie genau so (mit den Fehlern) entwickelt und verfügbar gemacht haben. Deshalb sind Nutzer und Hersteller gleichermaßen für die Resultate verantwortlich, die durch den Einsatz von "KI" in der Welt zustande kommen.
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