Eurail, Interrail und DiscoverEU: Daten von Bahnreisenden kursieren im Darknet
Mitte Januar wurde ein Datenleck bei dem Fahrkartendienstleister Eurail B.V. bekannt, das auch Kunden von Interrail betrifft. Wie das Unternehmen in einer aktualisierten Mitteilung(öffnet im neuen Fenster) verkündet, sind die Daten einiger Bahnreisender inzwischen ins Darknet gelangt und stehen dort zum Verkauf. Für Betroffene gilt es weiterhin, im Hinblick auf Phishing und andere verdächtige Aktivitäten wachsam zu bleiben.
Den Angaben zufolge wurde auch auf der Messaging-Plattform Telegram ein Beispieldatensatz veröffentlicht. Wie viele Datensätze dort sowie im Darknet genau kursieren und wie viele Kunden davon betroffen sind, ist allerdings noch unklar. Laut Eurail wird dies aktuell noch untersucht.
Zu den potenziell betroffenen Daten zählen aktuellen Erkenntnissen zufolge Bestell- und Reservierungsdaten, Identitätsdaten, Kontaktdaten, Informationen zu Reisebegleitern sowie in einigen Fällen auch Passdaten wie Passnummer, Ausstellungsland und Ablaufdatum. Eurail nimmt an, dass die Angreifer zumindest einen Teil dieser Daten ausleiten konnten.
Auch DiscoverEU betroffen
Die EU-Initiative DiscoverEU ist als Vertragspartner von Eurail ebenfalls von dem Datenleck betroffen. DiscoverEU bestätigt in einer eigenen Meldung(öffnet im neuen Fenster) einen möglichen Abfluss von Ausweis- und Passkopien, Adressdaten, Rufnummern, IBANs und nicht näher spezifizierten gesundheitsbezogenen Daten. Eurail hingegen betont in seiner Mitteilung, selbst keine Ausweiskopien oder Bankdaten gespeichert zu haben.
Den Angaben zufolge wird der Vorfall weiterhin in Zusammenarbeit mit externen Cybersicherheitsspezialisten und Rechtsberatern untersucht. Darüber hinaus habe Eurail die zuständige Datenschutzbehörde gemäß Vorgabe der DSGVO informiert. Zudem sei das Unternehmen dabei, auch Behörden außerhalb der EU zu benachrichtigen.
Kunden, deren Daten im Darknet aufgetaucht sind, will Eurail zügig informieren, sobald die nötigen Daten vorliegen. Betroffenen wird weiterhin empfohlen, im Hinblick auf verdächtige Nachrichten und Anrufe wachsam zu bleiben. Überdies sollten Bankkonten auf ungewöhnliche Transaktionen überwacht und Verdachtsfälle an die jeweilige Bank gemeldet werden.
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