EUIPO: Nutzung illegaler Filmkopien weiter beliebt

Die vorsätzliche Nutzung illegal kopierter Filme, Serien oder Musik bleibt stabil. Deutschland hat aber den niedrigsten Prozentsatz in der EU.

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Grafik zur Studie des europäischen Amtes Euipo
Grafik zur Studie des europäischen Amtes Euipo (Bild: EUIPO)

Ein Drittel der EU-Bürger im Alter zwischen 15 und 24 Jahren hat im vergangenen Jahr wissentlich oder versehentlich digitale Inhalte aus illegalen Quellen abgerufen. Das geht aus der Ausgabe 2022 des Jugendbarometers hervor, den das Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum (Euipo) am 8. Juni 2022 veröffentlicht hat. In Deutschland haben 12 Prozent bewusst auf illegale Kopien zugegriffen. Dies ist der niedrigste Prozentsatz in der EU, erklärte das Euipo.

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60 Prozent der jungen Menschen in Europa erklärten, lieber auf digitale Inhalte aus legalen Quellen zuzugreifen, gegenüber 50 Prozent im Jahr 2019. In Deutschland ist dieser Anteil höher und macht 69 Prozent der jungen Menschen aus.

Der Zugriff auf legale Quellen gewinnt unter den jüngeren Generationen zunehmend an Bedeutung: 60 Prozent gaben an, im vergangenen Jahr keine Inhalte aus illegalen Quellen genutzt, gespielt, heruntergeladen oder gestreamt zu haben; 2019 waren es 51 Prozent und 2016 40 Prozent, was laut Euipo "den Trend bestätigt".

Dennoch bleibt die vorsätzliche Nutzung illegal kopierter Inhalte stabil: 21 Prozent der jungen Verbraucher (jeder Fünfte) in der EU geben zu, in den vergangenen zwölf Monaten wissentlich auf illegale kopierte Inhalte zugegriffen zu haben. Ein erheblicher Teil der jungen Menschen sei nach eigenen Angaben "durch Irreführung dazu verleitet" worden.

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12 Prozent griffen versehentlich auf illegal kopierte Inhalte zu und 7 Prozent wissen nicht, ob sie dies getan haben. Bei den Inhalten handelt es sich hauptsächlich um Filme (61 Prozent) und Serien (52 Prozent) und mit etwas Abstand um Musik (36 Prozent). Genutzt wurden vor allem spezielle Webseiten, Apps und soziale Medien.

Zu viele fragmentierte Streamingangebote

Auf seinem Youtube-Kanal berichtete Rechtsanwalt Christian Solmecke dazu vor einiger Zeit: "Lange Zeit war Filesharing auf dem absteigenden Ast, aber jetzt kommt die nächste Welle. In den vergangenen zehn Jahren ist Filesharing abgeflacht, geht aber gerade rapide aufwärts."

Durch das früher relativ breite Angebot von Netflix zu einem günstigen Preis sei die Bittorrent-Nutzung in der Vergangenheit stark zurückgegangen, meinte Solmecke. Aber inzwischen seien viele Konkurrenten auf dem Markt, die zusätzlich Geld kosten. "Daher geht ein Trend dahin, überhaupt kein Abo mehr zu haben und wieder Filesharing zu nutzen", sagte Solmecke. Es gebe eine "regelrechte Renaissance der Peer-to-Peer-Netzwerke".

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sambache 10. Jun 2022 / Themenstart

Auch alle die ich kennen kennen NIEMANDEN, nicht nur ich. Und weil einer viele kennt...

amagol 09. Jun 2022 / Themenstart

OP: Das heisst doch, wenn ich es bei YouTube kostenlos hochlade muss ich das ueberall...

IrgendeinNutzer 09. Jun 2022 / Themenstart

Der andere, korrekte Begriff ist "Schwarzkopie". Ich hatte diesen vor einem Jahrzehnt...

seraja ten 09. Jun 2022 / Themenstart

Das Problem ist ja auch den Stream-Anbietern klar. Die versuchen jetzt auf Teufel komm...

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