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EuGH: Google legt erneut Einspruch gegen Milliardenstrafe ein

Google will keine 4,125 Milliarden Euro zahlen und zieht mit dem Fall vor den Europäischen Gerichthof. Es geht um Android .
/ Tobias Költzsch
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In dem Verfahren geht es um Android. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
In dem Verfahren geht es um Android. Bild: Tobias Költzsch/Golem.de

Google wird im Streit mit der EU um eine rechtswidrige Marktmacht bei Android vor das höchste europäische Gericht ziehen. Wie Bloomberg(öffnet im neuen Fenster) meldet, soll nach der Entscheidung des Gerichts der Europäischen Union nun der Europäische Gerichtshof über die verhängte Strafe entscheiden.

Das Gericht der Europäischen Union hatte die Strafe gegen Google auf 4,125 Milliarden Euro festgelegt. Ursprünglich sollte Google 4,34 Milliarden Euro zahlen, hielt aber am Grundvorwurf fest. Google soll den Herstellern von Smartphones und Betreibern von Mobilfunknetzen rechtwidrige Beschränkungen auferlegt haben, um seine eigene marktbeherrschende Stellung zu stärken.

Konkret geht es um Forderungen, die Smartphone-Hersteller und Netzbetreiber erfüllen mussten, um Android mit Google-Apps verwenden zu dürfen. Dabei geht es unter anderem um die Google-Suche und den Chrome-Browser. Zudem soll Google die Entwicklung und Verbreitung von konkurrierenden Android-Betriebssystemen behindert haben.

Android mit 80 Prozent Marktanteil in Europa

Android wird bei Google entwickelt und kann theoretisch von Herstellern kostenlos verwendet werden – dann aber ohne Google-Apps. Ohne Chrome, Maps und Youtube sind Android-Smartphones für viele Nutzer aber weniger attraktiv. In Europa liegt der Marktanteil von Android bei 80 Prozent, den Rest macht Apple mit iOS aus.

Google sieht in dem Urteil des Gerichts der Europäischen Union "Teile, die Klarstellung bedürfen" . Die Europäische Union geht seit einigen Jahren verstärkt gegen die großen Tech-Unternehmen aus dem Silicon Valley vor. Google wurde bislang zu insgesamt über 8 Milliarden Euro Strafen verdonnert, die EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager hat bereits neue Ermittlungen angekündigt.


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